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Regen erschwert die Bedingungen beim Skijöring am Hochschwarzeck – Auswärtiger Fahrer Felix Irlacher gewinnt offene Klasse

Rasant durch die Wasserlache

Ramsau – Eine große Pfütze in der ersten Kurve, anhaltender Regen und jede Menge Action prägten das 27. Skijöring hinter Motorrädern am Hochschwarzeck, das der MSC Ramsau am Samstag veranstaltet hat.

Ein paar Mal stürzten Motorrad-Ski-Gespanne beim Skijöring. Aber es passierten keine ernsthaften Verletzungen. Der Regen sorgte für schwierige Verhältnisse – und große Pfützen auf der Strecke. (Foto: Waßmuth)

Der neue Vorstand Anton Brandner und seine Clubmitglieder arbeiteten eine Woche daran, die Veranstaltung zu organisieren. Leider fanden die meisten Läufe mit viel Regen statt. Dies führte dazu, dass die gefürchtete erste Kurve nach dem Start im Regenwasser versank. Hier stürzten einige Motorrad-Skifahrer-Gespanne. In Fünfergruppen wurde gestartet und somit kamen fünf Motorräder mit fünf Skifahrern und einer riesigen Wasserpfütze zusammen. Verständlich, dass das nicht immer gut ausging. Alle Stürze gingen aber ohne ernsthafte Verletzungen vorüber.

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Pünktlich erfolgte die Fahrerbesprechung beim Start. Der Sprecher Florian Hackl erklärte, dass fair und vorausschauend gefahren werden sollte. Einige Teilnehmer waren »alte Hasen« in Sachen Skijöring. Für die, die das erste Mal an dem Spektakel teilnahmen, waren die Tipps und Hinweise aber sehr wichtig. Dieses Jahr konnte der MSC etwa 30 Gespanne mehr als im Vorjahr verzeichnen. Für den gut vorbereiteten Club stellte dies kein Problem dar.

Reibungslos verlief der Probestart an der Startmaschine. Anderl Maltan als Starter und seine Helfer sorgten dafür, dass jeder Fehlstart erkannt wurde, die Startmaschine jederzeit funktionierte und jeder Start fair und korrekt vonstatten ging. Auch hier erschwerte der anhaltende Regen die Aufgaben. Ohne beste Kleidung konnte man nach kurzer Zeit den kalten »Schwarzecker-Wind« stark spüren.

Ein Lichtblick für die zahlreich erschienenen Zuschauer waren die Versorgungsstände. Gut gewärmt von Glühwein und Tee oder gestärkt durch eine Brotzeit konnten die Gäste sich von Lauf zu Lauf retten.

Die kleinsten Clubmitglieder machen den Anfang

Wie jedes Jahr begannen die Kleinsten des Clubs mit ihren Läufen. In der Klasse bis 50 ccm siegte das Team Fabian Graßl mit Skifahrer Franz Nikola. Graßl ist der Sohn des 2. Vorstands Andi Graßl, der in der offenen Klasse eine gute Leistung ablieferte. Auf Platz zwei fuhren Samuel Greene und Moritz Baltasar.

Leider war die Klasse bis 65 ccm nur mit einem Gespann besetzt. So siegte Team Thomas Hengster/Michael Moderegger. Aber auch mit jeder Konkurrenz hätte es dieses zielstrebige Team gut aufnehmen können. Der Club hofft auf mehr Nachwuchs für das Skijöring 2018.

In der folgenden Klasse Jugend bis 85 ccm siegten Lorenz Kiefersauer und Paul Kubiczek vor Carl Massury und Tommi Eder. Auf Platz drei kam Alexandra Massury mit Skifahrerin Marlena Gschoßmann.

Die Damen kämpften hart und reihten sich wie folgt ein: Tanja Schlosser mit Christoph Stadler auf Platz 1, gefolgt von Alexandra Holzeis mit Skifahrer Andreas Hackl. Motorradfahrerin Anna Schmölzl, die schon oft teilgenommen hatte, musste sich mit Platz drei abfinden.

Bei den Veteranen (Motorräder älter als 20 Jahre) siegten Markus Wanka/Toni Brandner. Andi Wegscheider mit Anton Reichenberger kämpften hart, mussten aber mit Platz zwei zufrieden sein. Auf dem Siegertreppchen mit Platz drei konnte sich das Team Markus Maltan/Michael Lenz am Pokal erfreuen.

Zum dritten Mal starteten die fünf Fahrer der Brustmann Klasse. Oldtimer, die extra-alt und besonders selten sind, erlauben den Start in dieser Klasse. Beppo Wanka und Skifahrer Thomas Eder verwiesen Wolfgang Reichenberger/Christian Eder und Martin Grassl/Samuel Renner auf Platz zwei und drei.

In der Beiwagenklasse gab es dieses Jahr nur zwei Dreiergespanne. Alle sechs jungen Männer kamen aus den Reihen des MSC Ramsau. Die Lokalmatadoren Stefan Giritzer, Christian Resch und Michi Stöckl siegten vor Andi Wegscheider, Christoph Hackl und Anton Reichenberger.

Erfahrene Gespanne kämpfen mit Pfützen

Die acht Teilnehmer der Klasse Quads kämpften hart um gute Rundenzeiten. Klaus Gamsjäger und Skifahrer Patrick Demmel siegten knapp vor Franz Fasl und Stefan Posch.

In der Klasse MX 2 gingen 22  Starter ins Rennen. Es siegten Team Andreas Wegscheider mit Skifahrer Anton Reichenberger vor Gottfried Helminger/Wasti Wendl, die auf den zweiten Platz vorfuhren. Sie konnten Christoph Hackl und Jonathan Hölzl auf Platz 3 verweisen. Die jungen Fahrer des MSC Ramsau, Stephan Gruber und Andi Helminger, reihten sich hier in der »Erwachsenenklasse« gut im Mittelfeld ein und konnten mit ihren Skifahrern Stefan Fegg und Jonas Bechtel zusammen über ihr Ergebnis zufrieden sein.

Einige erfahrene Gespanne kämpften mit den großen Wasserlachen und für manchen ging es nicht gut aus. Nicht alle sechs Runden konnten erfolgreich zu Ende gefahren werden. Dem Streckenchef Herbert Gschoßmann und Team ist es zu verdanken, dass die gut präparierte Strecke unter diesen schweren Bedingungen so standhielt. Jahrzehntelange Erfahrung ermöglicht es, unter sämtlichen Wetterbedingungen eine top präparierte Bahn zu präsentieren.

Die Königsklasse, die offene Klasse, schloss die Veranstaltung ab. Der auswärtige Fahrer Felix Irlacher siegte mit Skifahrer Christian Eder. Auf Platz zwei kam Markus Wanka mit Toni Brandner, gefolgt von Andi Wegscheider und Skifahrer Anton Reichenberger. Florian Oberholzner fuhr mit Thomas Eder auf Platz vier und zweiter Vorstand Andi Graßl erzielte mit Skifahrer Matthias Köppl Platz 5. In der offenen Klasse gingen dieses Jahr 37 Fahrer an den Start – ein sehr großes Starterfeld.

Keines der bereitgestellten Rettungsfahrzeuge kam zum Einsatz, was aufgrund der Wassermassen und somit eisigen Flächen einem Wunder glich. Kräftig gefeiert wurde anschließend im Gasthaus »Nutzkaser« im Hochschwarzeck, die Siegerpokale und Auszeichnungen für ausscheidende Vorstandsmitglieder wurden verteilt. Margret Helminger