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Radfahren mit besonderem Heimatgefühl

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Die Berchtesgadener Radfahrer »BBA« ziehen mit ihrem bayerischen Dress die Blicke auf sich. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Die Berchtesgadener Bicycling Association (BBA) startet in einem neuen Outfit. Rund 30 Rennrad fahrende Damen und Herren aus allen fünf Berchtesgadener Talkessel-Gemeinden schlossen sich jetzt zu der Radsportgruppe zusammen.


Der Name war laut Christian Schulz, der zusammen mit Martin Nock die Idee für einen gemeinsamen Auftritt hatte, reiner Zufall: »Wir brauchten einen Namen, um uns bei der Bestellfirma zu registrieren. Es gibt dabei einen bisserl bayerisch-zynischen Gedanken, denn wir haben alle keinen besonderen Drang zur Anglifizierung des Deutschen«, erklärte Schulz, der als Vater des Projekts den Wunsch hatte, die Berchtesgadener Radrennfahrer in einem einheitlichen Dress erkennbar zu machen. Schließlich gibt es in der Umgebung bereits mehrere Teams mit einheitlichen Trikots.

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»Wir dachten zunächst so an fünf bis zehn Leute, waren aber in kürzester Zeit 30 Frauen und Männer in unterschiedlichen Alters- und Leistungsgruppen«, erklärt Martin Nock. Das Motto der Radgruppe lautet: »Ois kann, nix muaß«. Daher tritt die Gruppe auch nicht als Verein auf: »Jeder soll seine persönliche Freiheit haben und alles soll ohne Verpflichtung erfolgen«, erklärt Schulz. Dabei ist es allen wichtig, die fünf Berchtesgadener Gemeinden bei ihren Rennen und Ausfahrten zu repräsentieren.

»Das Trikot ist Ausdruck unseres Heimatgefühls und unseres starken Bezugs zu Berchtesgaden. Alle haben große Leidenschaft für den Rad- und Konditionssport, zur Heimat und zur Natur. Entscheidend ist, dass jeder das Berchtesgadener Lebensgefühl teilt«, war von Christian Schulz zu erfahren. Die Kosten für die Sachen trägt jeder selber, unterstützt von der einen oder anderen heimischen Firma.

Schulz weiter: »Das Design stammt komplett aus unseren eigenen Köpfen und repräsentiert, wie in der Bayernhymne beschrieben, die Farben unseres Himmels - weiß und blau. Was nach den ersten Ausfahrten geschah, war für uns unglaublich. Wir haben riesige positive Rückmeldungen bekommen. Von Geschäfts- und Privatleuten, von Kurgästen, von anderen Radfahrern aus der gesamten Umgebung. Für viele Touristen waren wir gleich Fotomotiv. Dank sozialer Netzwerke liegen uns Anfragen sogar aus Amerika vor. Was wir auch zukünftig nicht wollen, ist jedoch Kommerz. Wer unser Trikot trägt, steht hinter unserer Idee«, so Christian Schulz.

Informationen gibt es unter BBAssociation@gmx.de. Christian Wechslinger