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Proteste bei Nato-Gipfel: Rüstungskonzerne im Visier

Chicago (dpa) - Die Proteste gegen den Nato-Gipfel in Chicago gehen weiter. Am zweiten und letzten Tag des Treffens wollen Demonstranten durch die Millionenstadt zur Zentrale des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Boeing ziehen.

Massenprotest in Chicago
Proteste gegen den Nato-Gipfel in Chicago. Die Polizei sichert die Stadt mit mindestens 3000 Einsatzkräften. Foto: John Smierciak Foto: dpa

Sie werfen dem US-Unternehmen und anderen Rüstungsherstellern vor, von Kriegen zu profitieren.

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Am Sonntag hatten bei der bislang größten Protestaktion Tausende zunächst friedlich gegen Krieg und Nato-Politik demonstriert. Danach kam es in der Nähe des streng gesicherten Nato-Konferenzzentrums zu heftigen Zusammenstößen. Sicherheitskräfte lösten gewaltsam einen «schwarzen Block» vermummter Demonstranten auf.

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mindestens 45 Personen fest. In der Nacht kamen lokalen Medienberichten zufolge weitere hinzu. Andere wurden wieder freigelassen. Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Demonstranten und Einsatzkräfte leicht verletzt.

Auch die Nacht hindurch hielten einige hundert Aktivisten die Polizei auf einem Zickzack-Marsch durch die drittgrößte amerikanische Stadt auf Trab. Mit Rufen wie «Das sind unsere Straßen!» marschierten sie auch zum Art Institut of Chicago. In dem Museum gab die First Lady Michelle Obama einen Empfang für Ehefrauen von Regierungschefs.

Die Polizei sichert die Stadt mit mindestens 3000 Einsatzkräften. Helikopter kreisen über den Hochhausschluchten und überwachen den Luftraum. Boote der Küstenwache patrouillieren am Ufer des Michigansees, an dem Chicago direkt liegt.

Offizielle Seite Nato-Gipfel Chicago

Bewegung Occupy Chicago

Bewegung The People's Summit

Coalition against NATO/G8

NATO Summit Reporting Help Desk

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