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Prinzregentensaal und Straßenbeleuchtung Themen

Marquartstein. Gut gefüllt war der Saal des Gasthof Prinzregent bei der Bürgerversammlung. Bürgermeister Andreas Dögerl ging auf die wichtigsten Projekte der Gemeinde im vergangenen Jahr ein, zum Beispiel die Neugestaltung der Uferwege an der Tiroler Achen, Hochwasserschutz, die Anlage des neuen Bergwalderlebnispfads rund um den Staffen oder das im Entstehen begriffene »Haus für Wasser und Musik« im Gewerbegebiet.

Finanziell stehe die Gemeinde gut da, berichtete der Rathauschef, was sich auch aus den auf den Tischen aufliegenden Zahlen zum Gemeindehaushalt ablesen ließ. Jeder Bürger Marquartsteins habe noch eine Pro-Kopf-Verschuldung von elf Euro.

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Viel Raum im Bericht des Bürgermeisters nahm die jüngste Entwicklung zur Renovierung des Prinzregentensaals ein, wobei er ausführlich begründete, warum der Gemeinderat einstimmig die Übernahme und den Betrieb des Saals abgelehnt hatte (wir berichteten). Die Stellungnahme von Klaus Hell, Initiator und Leiter des Arbeitskreises zur Renovierung des Saals, war eine der ersten Wortmeldungen bei der Aussprache. Für ihn seien viele Zahlen, die Dögerl angeführt hatte, so nicht nachvollziehbar. Er kritisierte vor allem, dass es mit Gemeinde und Gemeinderat neun Monate lang keinen echten Dialog gegeben habe. Die ganze Gruppe sei nun »nicht verärgert, sondern maßlos enttäuscht« von dem Beschluss des Gemeinderates. Eigentlich hätte die Arbeit jetzt erst begonnen, so Hell. Der Bürgermeister antwortete, dass die Gemeinde erst aktiv werden konnte, nachdem das von der Arbeitsgruppe in Auftrag gegebene Gutachten im Oktober fertig war. Um die AG zu unterstützen, habe die Gemeinde die Kosten für das Gutachten übernommen, es aber absichtlich nicht selbst in Auftrag gegeben. Dögerl würdigte die umfangreiche Arbeit der AG und hoffte, dass sich eine Lösung finden werde.

Über das wegen des Hochwassers aktivste Jahr der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Geschichte berichtete Kommandant Thomas Mayer. Bei den weiteren Wortmeldungen ging es mehrfach um die mangelnde Sicherheit verschiedener Wege. Maria Eschenbeck forderte die Gemeinde auf, den Waldweg Richtung Staudach an einem Bachübergang mit einem Geländer zu sichern, außerdem an einer steilen Stelle an der Staumauer. Hier sei es bereits zum Unfall einer Fußgängerin gekommen.

Siegi Götze kritisierte eine Metallstiege hinauf zum Achendamm ohne Geländer als viel zu gefährlich, außerdem seien die Stufen hinab zur Tiroler Achen an der alten Brücke unbeleuchtet im Gegensatz zu den »Lichtspielen an der Achen«. Der Bürgermeister erklärte die ebenfalls bemängelte Beleuchtung am Achendamm während der ganzen Nacht damit, dass dieser Weg in erster Linie für die Freiweidacher Bürger als Gehweg gedacht sei und so gleich geschaltet wird wie die Straßenbeleuchtungen.

Georg Hurler äußerte sich dankbar über die vermehrten Geschwindigkeitskontrollen an der Schloßstraße, die schon Wirkung zeigten. Er mahnte den noch immer fehlenden Gehweg an. Auch Fritz Häringer, der als Anlieger bereits vor Jahren den notwendigen Grund an die Gemeinde abgetreten hatte, appellierte an die Gemeinde, den fehlenden Bürgersteig an der Schloßstraße endlich zu realisieren und kritisierte die oft zehn bis 15 geparkten Autos vor den Doppelhäusern, sodass kaum mehr ein Durchkommen sei.

Der Gehsteig an der Schloßstraße könne, wie seit vielen Jahren schon, nicht realisiert werden, weil Bürger gerade an den Engstellen sich weigern, Grund abzutreten, erklärte Dögerl. Manchen Bürgern seien die geparkten Autos recht, weil so der Verkehrsfluss entschleunigt werde. Johanna Götze mahnte einen Katastrophenplan für künftige Hochwässer an. gi