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Porträt: Der griechische Regierungschef Samaras

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Merkel in Athen
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Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch. Foto: Hannibal Foto: dpa

Athen (dpa) - Er ist groß, schlank und beharrlich: Lange gehörte der griechische Regierungschef Antonis Samaras zu den Blockierern des Spar- und Reformkurses, der das von der Pleite bedrohte Land aus der Krise führen soll.


»Das Sparprogramm ist falsch, ich werde es ändern«, sagte Samaras vergangenes Jahr, als er noch Oppositionschef war - und löste damit Empörung vor allem bei den Geldgebern aus.

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Angesichts des Ausmaßes der Krise musste der 61-jährige Chef der traditionell proeuropäischen konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) Ende 2011 aber nach langem Widerstand einlenken. Kritiker werfen ihm vor, selbst Teil des Systems zu sein, das für die Probleme mitverantwortlich gemacht wird. Außerdem gilt er nicht gerade als Charismatiker. Trotz langjähriger politischer Erfahrung sei er nicht imstande, die Massen zu bewegen.

Samaras wurde am 23. Mai 1951 als Spross einer reichen Familie in Athen geboren. Als junger Mann glänzte der Sohn eines Kardiologen mit sportlichem Elan und wurde griechischer Jugend-Tennismeister. Dann schickte ihn seine Familie zum Wirtschaftsstudium in die USA. Dort lebte er im Internat eine Weile mit dem späteren sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zusammen. Danach ging es weiter nach Harvard. 1977 kehrte er nach Griechenland zurück und wurde gleich als 26-Jähriger ins Parlament gewählt. Samaras ist verheiratet und hat zwei Kinder.