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Polizeigewerkschaft warnt vor Ausstrahlung des Videos

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ist skeptisch, dass eine öffentliche Aufführung des islamfeindlichen Videos über den Propheten Mohammed in Deutschland unterbunden werden kann.

Rainer Wendt
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Foto: Tobias Kleinschmidt/Archiv Foto: dpa

«Wir sind ein freies Land mit Meinungsfreiheit», sagte Wendt den «Ruhr Nachrichten». «Sofern in diesem Film keine Straftatbestände verwirklicht werden, wird man das kaum verhindern können.»

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Dessen ungeachtet warnte er vor den Folgen, sollte die rechtspopulistische Splitterpartei Pro Deutschland ihre Ankündigung wahr machen, den Anti-Islamfilm in Deutschland zu zeigen. «Das kann sehr gefährlich werden», sagte Wendt. «Auch in Deutschland gibt es ausgesprochen aggressive Islamisten. Man muss damit rechnen, dass ein kleiner Funke genügt und es explodiert gleich an verschiedenen Stellen.»

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland lobte die entschiedene Reaktion der Politik. «Die Bundesregierung hat das Video klar verurteilt. Das begrüßen wir», sagte Verbandschef Aiman Mazyek den «Ruhrnachrichten». Die Politik zeige, dass sie die Situation verstanden hat.