Polizei zieht »gemischte Bilanz«: Viele Ausflugsziele in der Region gerieten an ihre Belastungsspitzen

Parkplatz Autos
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Foto: Symbolbild/pixabay

Landkreise – Nach den verstärkten Kontrollen der Polizei während der Sommerferien in den Touristen-Hotspots und Ausflugsgebieten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit ziehen die Beamten zum Ende der Ferien eine gemischte Bilanz. Rund 600 Verkehrsteilnehmer mussten verwarnt bzw. angezeigt werden.


Durch den wochenlangen Lockdown und die monatelangen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erlebten viele Regionen in diesem Frühjahr und Sommer neue Belastungsspitzen durch Reisende, Urlauber und erhöhten Ausflugsverkehrs. Vielerorts in der Region waren öffentliche Parkplätze schon am frühen Vormittag belegt, sodass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden. Diese »Wildparkerei« führte in den vergangenen Wochen und Monaten zu massiven Verkehrsproblemen, da die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge auf den schmalen Zufahrtsstraßen zu erheblichen Behinderungen führten.

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Die vom Ausflugsverkehr besonders betroffenen Gebiete wurden von den Dienststellen des Polzeipräsidiums Oberbayern Süd während der bayerischen Sommerferien an allen Wochenenden besonders überwacht. Im Vordergrund stand die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege. Auch Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei waren zur Unterstützung im Einsatz.

Nach dem letzten Ferienwochenende zieht das Polizeipräsidium nun eine gemischte Bilanz. Insgesamt wurden in den vergangenen sechs Wochen rund 600 Verkehrsteilnehmer gebührenpflichtig verwarnt. Größtenteils handelte es sich um Parkverstöße. Vier Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Im Naturschutzgebiet Pupplinger Au wurden 25 Anzeigen nach dem Naturschutzgesetz erstattet.

Der Ausflugsverkehr zeigte sich dabei natürlich sehr wetterabhängig. An den sonnigen Tagen hatten die Einsatzkräfte regional teils alle Hände voll zu tun. Beispielhaft führt das Präsidium die Gemeinden der Zugspitzregion an: Rund um den Eibsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen waren bei schönem Wetter bereits am Vormittag alle Parkplätze der Zugspitzbahn überfüllt, sodass die zu den Parkplätzen führende Staatsstraße 2061 sowie die Ortsdurchfahrt von Grainau von der Polizei gesperrt werden mussten, um einen »Verkehrskollaps« zu verhindern. Doch trotz regelmäßiger Verkehrsdurchsagen der Radiostationen und entsprechender Hinweise zur aktuellen Verkehrslage im Internet versuchten leider zahlreiche Ausflügler ihr Glück und fuhren unbeirrt weiter in Richtung der Ausflugsregionen.

An den verregneten und regnerischen Tagen kam es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zu einem überwiegend geringen Verkehrsaufkommen und keinen nennenswerten Beanstandungen.

Die Polizei wird insbesondere an den schöneren Herbsttagen den Ausflugsverkehr weiterhin im Blick haben und alle festgestellten Verstöße konsequent ahnden – vor allem das Parken an und auf Rettungswegen.

Die Polizei appelliert an die Vernunft aller Ausflugs-Verkehrsteilnehmer und Naturliebhaber:

  • Parken Sie immer nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!
  • Denken Sie an die Umwelt! Insbesondere Wiesen und Wälder, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, sind nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs geeignet!
  • Halten Sie Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!
  • Weichen Sie auf freie Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!
  • Fahren Sie keine Ausflugsziele an, von denen Sie z.B. aus dem Rundfunk wissen, dass es hier bereits zu Stauungen auf der Anfahrt kommt!
  • Nutzen Sie, wenn möglich, den öffentlichen Personennahverkehr oder bilden Sie Fahrgemeinschaften!
  • Überlegen Sie sich vor Fahrtantritt einen »Plan B«, also ein alternatives Ausflugsziel! Die Internetseite www.oberbayern.de/ausflugs-ticker bietet hierfür wertvolle Tipps.