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Polizei fahndet nach Robert Pludowski – Verdacht des zweifachen Mordes

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Die Polizei beschuldigt zwei Tatverdächtige des Doppelmordes in Königsdorf. Eine 49-jährige Polin wurde bereits festgenommen und verhört, ihr 43-jähriger Bruder ist derzeit auf der Flucht. Der Mann wird EU-weit gesucht – und ist gefährlich.


Update, 15.30 Uhr: Pole (43) auf der Flucht

Der Durchbruch in den Ermittlungen gelang der Soko „Höfen“ Anfang dieser Woche. Beim Absuchen des Geländes fand die Polizei einen tatrelevanten Gegenstand, mit dem das Institut für Rechtsmedizin in München ein vollständiges DNA-Muster herausarbeiten konnte. Die Überprüfung mit bereits bekannten Spuren innerhalb des Einfamilienhauses begründen einen dringenden Tatverdacht.

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Nach dem Abgleich in der bundesweiten DNA-Datenbank geriet ein 43-jähriger Pole in den Fokus der Ermittler. Wegen des dringenden Tatverdachts wurde ein nationaler sowie ein EU-Haftbefehl erlassen.

Der Aufenthaltsort des Mannes ist derzeit nicht bekannt. Die Behörden gehen davon aus, dass sich der 43-jährige Tatverdächtige abgesetzt hat und auf der Flucht ist. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen wurden mithilfe des LKAs eingeleitet. Die gesuchte Person ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!

Der Gesuchte ist 180 cm groß, hat sehr kurze, dunkle Haare (annähernd Glatze), eine athletische Figur, eine Totenkopf-Tätowierung am rechten Oberarm und spricht polnisch und gebrochen deutsch.

In Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen wird ein wichtiger Zeuge gesucht, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (23.02.17) gegen 3.15 Uhr in der Tank- und Rastanlage Höhenrain-Ost an der Autobahn Garmisch-Partenkirchen – Münchenn (A95) aufgehalten hat.

Zeitgleich zur laufenden Fahndung vernahm die Soko "Höfen" eine 49-jährige Polin in Prenzlau, die im vergangenen Jahr als Pflegekraft im Haushalt der 76-jährigen Hausbesitzerin tätig war. Die 49-Jährige wurde am Ort festgenommen, nach Bayern überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hat einen Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Die Ermittlungen der Soko „Höfen“ unter der Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl und der Staatsanwaltschaft München II werden in den kommenden Tagen und Wochen die schreckliche Gewalttat weiter aufhellen und dabei auf alle denkbaren (rechtlichen) Fragen eingehen.

Update um 13.10 Uhr: Ex-Pflegekraft festgenommen

Bei der verhafteten Frau handelt es sich um die Pflegekraft, die den vor kurzem verstorbenen Ehemann der Hausbesitzerin versorgt hatte, so der BR. Die Polin wurde in den neuen Bundesländern ausfindig gemacht.

Aufgrund der Spurenlage am Tatort geht die Polizei von zwei Tätern aus. Es soll sich laut dem Bayerischen Rundfunk um einen ebenfalls aus Polen stammenden Mann handeln. Bisher konnten die Behörden den zweiten Verdächtigen aber noch nicht fassen.

Update um 12.30 Uhr:

Laut Informationen der TZ wurde eine polnische Tatverdächtige in Ostdeutschland festgenommen. Der oder die andere Tatverdächtige befindet sich noch auf der Flucht.

Erstmeldung:

Nach der schrecklichen Bluttat in einem Einfamilienhaus im Weiler Höfen konnte die eingesetzte Soko Höfen nun zwei Verdächtige ermitteln.

Polizeipräsident Robert Kopp, der leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke (StA München II) und  Kriminaloberrat Markus Deindl (Soko-Leiter) werden bei einer Pressekonferenz im Feuerwehrhaus Weilheim am heutigen Freitag um 15 Uhr weitere Details zur Festnahme und den Tatverdächtigen bekannt geben.

Interessant wird dabei auch die Frage sein, wie es der schwerverletzten – ebenfalls am Tatort aufgefundenen Frau – inzwischen geht und welche Aussagen die Frau zur Tat machen konnte.

Übersicht aller bisherigen Nachrichten:

Bei den beiden Toten handelt es sich um eine 76 Jahre alte Frau aus dem Raum Frankfurt am Main und einen 81-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Wie die Obduktion bestätigte, waren die Opfer misshandelt und geschlagen worden. Die Eigentümerin des Einfamilienhauses wurde von den Mördern schwer verletzt zurückgelassen. Die 76-Jährige kam im kritischen Zustand ins Krankenhaus. Sie konnte auch Tage nach ihrer Rettung nicht vernommen werden. th/dpa


Wichtiger Zeuge gesucht:



Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd