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Pflegefamilie statt Heim verbessert Entwicklung

Washington (dpa) - Wenn Heimkinder in eine Pflegefamilie kommen, kann das der Hirnentwicklung einen Schub geben: Das Volumen der sogenannten weißen Substanz, den Verbindungskabeln von Nervenzellen, sei bei Pflegekindern genauso groß wie bei in ihren eigenen Familien aufwachsenden Kindern.

Pflegekind
Pflegekind Mona sitzt in seinem Kinderzimmer an den Hausaufgaben. Foto: Peter Steffen / Archiv Foto: dpa

Das berichten Neurowissenschaftler und Kinderärzte in der Fachzeitschrift «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) über eine Untersuchung mit rumänischen Kindern.

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Die Studie der Forscher der Harvard-Universität und des Bostoner Kinderkrankenhauses ist Teil des «Bucharest Early Intervention Project», das vom rumänischen Staatssekretariat für Kinderschutz in Auftrag gegeben worden war. Untersucht wurden 20 normal aufwachsende Kinder sowie 54 rumänische Waisenkinder in einem Heim, in dem sich ein Betreuer um jeweils etwa 12 Kinder kümmerte. 25 der Heimkinder wurden im Alter zwischen 6 und 31 Monaten per Los ausgewählt, in eine Pflegefamilie umzuziehen. Im Alter zwischen acht und elf Jahren wurden die Gehirne der Kinder gescannt.

Die Magnetresonanztomographie ergab: Jene Kinder, die nur im Heim gelebt hatten, hatten weniger graue Substanz und auch weniger weiße Substanz als die normal aufwachsenden Kinder. Bei jenen Kindern, die zunächst in einem Heim und dann in einer Pflegefamilie untergebracht waren, sahen die Scans anders aus: Einerseits hatten sie wie die reinen Heimkinder weniger graue Substanz, andererseits aber genauso viel weiße Substanz wie die normal aufwachsenden Kinder.

«Bucharest Early Intervention Project»