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Pegida - von den ersten Demos bis zur Krise

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Dresden (dpa) - Seit Monaten haben die «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) vor allem in Dresden regen Zulauf. Doch nun steckt das Bündnis in der Krise.


Oktober/November 2014: Bei wöchentlichen Kundgebungen demonstrieren in Dresden Tausende gegen eine angebliche Islamisierung. Kirchen, Parteien und Gewerkschaften warnen vor Fremdenfeindlichkeit und organisieren Gegendemonstrationen.

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8. Dezember: Pegida bringt nach Polizeiangaben in Dresden rund 10 000 Menschen auf die Straße, so viele wie nie zuvor. Etwa 9000 Pegida-Gegner demonstrieren für Toleranz und Weltoffenheit.

15. Dezember: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilt die Bewegung. In Deutschland sei kein Platz für Hetze und Verleumdung.

23. Dezember: Pegida verbucht in Dresden trotz wachsender Kritik weiter Zulauf. Zur zehnten Demonstration kommen rund 17 500 Menschen. In westdeutschen Städten bleibt der Zulauf gering.

5. Januar 2015: Pegida stößt auf wachsenden Widerstand: In vielen Städten gehen Zehntausende für ein weltoffenes Deutschland auf die Straße.

13. Januar: Der von Pegida-Anhängern benutzte Begriff «Lügenpresse» wird zum «Unwort des Jahres 2014» gewählt.

18. Januar: Nach Morddrohungen gegen Pegida-Gründer Lutz Bachmann verbietet die Dresdner Polizei vorerst weitere Kundgebungen.

21. Januar: Nach einer Welle der Empörung über ein «Hitler-Foto» und fremdenfeindliche Äußerungen tritt Bachmann zurück.

26. Januar: Bei einem Bürgerfest vor der Frauenkirche bekennen sich Zehntausende Dresdner zu Toleranz und Weltoffenheit.

28. Januar: Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel und weitere Mitglieder des Organisationsteams ziehen sich zurück.