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Oktobersonne lässt Rekorde purzeln - Langsam wird es kälter

Offenbach (dpa) - Warme Luft aus dem Süden hat Deutschland ein Bilderbuchwochenende beschert und Temperaturrekorde geknackt. Blauer Himmel, lauer Wind und Sonne satt trieben die Werte noch einmal auf sommerliche Höhen.

Laubfärbung in der Sächsischen Schweiz
Prächtige herbstliche Laubfärbung prägt die Felswelt der Sächsischen Schweiz an der Oberelbe. Foto: Matthias Hiekel Foto: dpa

In Sachsen-Anhalt, Berlin, Potsdam und Hamburg wurden Rekorde gekippt. Knapp über 25 Grad am Samstag in Magdeburg und Quedlinburg - das ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) neuer Rekord für einen 20. Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen. In Hamburg wurde bei 23,5 Grad schon am Freitag eine neue Höchstmarke für dieses Datum gesetzt.

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In Berlin-Tempelhof lag der Höchstwert am Samstag bei 22,8 Grad, wie ein DWD-Meteorologe in Potsdam berichtete. Bisheriger Höchstwert für das Datum waren 20,9 Grad im Jahr 2008. In Potsdam wurden 22,8 Grad gemessen - bisher bildeten 20,4 Grad im Jahr 1928 die Spitze.

In den Ausflugsgebieten herrschte reger Betrieb, die Biergärten machten noch einmal gutes Geschäft. Viele nutzten das schöne Wetter für Spaziergänge in den herbstlich-bunten Wäldern. Genießer hatten Körbe mitgenommen, denn die Temperaturen ließen die Pilze sprießen. In einigen Regionen kamen noch einmal Millionen Marienkäfer aus ihren Winterverstecken, manche Vögel verhielten sich wie im Frühling.

Aber der Höhepunkt der goldenen Oktobertage ist nun überschritten. Schon am Sonntag war es nicht mehr ganz so warm, obwohl überall noch strahlender Sonnenschein ins Freie lockte. «Der Nebel gewinnt an Raum», sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Nur am Montag könnten entlang des Rheins noch einmal 21 Grad erreicht werden, sonst wird die 20-Grad-Marke nicht mehr überschritten. Im Süden und Osten kann sich Nebel lange halten - dort, wo die Sonne nicht durchdringt, liegen die Höchstwerte nur um die zehn Grad.

Nebelgefahr besteht auch am Dienstag und Mittwoch, dann sind auch bei Sonnenschein höchstens noch 18 Grad drin. «Dann setzt sich von Norden her ganz allmählich kältere Luft durch», sagte Ruppert. Ab Donnerstag gibt es weniger Nebel, mehr Wind, und die Temperaturen sinken.