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Nur noch Tempo 60 zwischen Empfing und Kreisstraße

Traunstein. Auf dem Straßenstück zwischen der Empfinger Brücke und der Einmündung in die Kreisstraße TS 1 wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt. Bisher war hier Tempo 100 erlaubt. Der Stadtrat sprach sich gestern nach kurzer Diskussion für die Drosselung des Tempos aus. Damit soll das Überqueren der Straße für die Sportler erleichtert werden.

Statt mit bisher erlaubten 100 km/h dürfen Autofahrer die Straße zwischen Empfing und der Kreisstraße TS 1 künftig nur noch mit Tempo 60 befahren.

Die SPD hatte ein Tempolimit beantragt und auf die Gefährdung hingewiesen. Nach dem Überqueren der Brücke würden viele Autofahrer Gas geben, obwohl sich in unmittelbarer Nähe die Einfahrt zum Sportpark befindet. Um die Trainingsplätze nördlich der Straße nutzen zu können, müssen die Sportler die Fahrbahn überqueren. Neben einer Reduzierung der Geschwindigkeit – die SPD hatte ursprünglich Tempo 50 beantragt – beschloss der Stadtrat ebenfalls auf Antrag der Sozialdemokraten, den südseitigen Gehweg entlang der Traun zu verlängern. Vom Ende der Traunbrücke könnte man einen Treppenabgang schaffen und einen Kiesweg zum Sportpark aufschütten.

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2. Bürgermeister Hans Zillner sagte zum Tempolimit, er sei »nicht ganz glücklich mit der Situation«. Auf einer Strecke von 650 Meter würde man den Autofahrern fünf verschiedene Höchstgeschwindigkeiten erlauben: Den Empfinger Hohlweg darf man mit 50 hinunterfahren; in der Senke gilt die Beschränkung auf 30 und am Ende der Brücke dann auf 60. Ab der Einmündung in die Kammerer Straße dürfe man 100 fahren und vor dem Viadukt dann wieder 50. Er kritisierte auch, dass die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage für den Stadtrat von einer »polizeilichen Empfehlung« spreche. Er habe den Eindruck, dass der Polizei die Beschränkung nicht notwendig erscheine.

Dagegen warb Oberbürgermeister Manfred Kösterke für die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 60 und sprach von einer vernünftigen Lösung. Die von der SPD gewünschte Drosselung auf 50 km/h, zum Beispiel durch Versetzen des Ortsendeschildes, ist nach seinen Aussagen allerdings nicht praktikabel. Nur wenn eine Bebauung beidseitig der Straße vorhanden ist, dürfte man den Bereich als geschlossene Ortschaft ausweisen. Nach einigen weiteren kurzen Diskussionsbeiträgen entschied das Gremium schließlich einstimmig.

Bürgschaft für den SBC

Ohne Debatte billigte der Stadtrat die Übernahme einer Ausfallbürgschaft für den SBC Traunstein. Diese braucht der Verein, damit er Zuwendungen vom Staat für den Bau des Sportzentrums Empfing bekommt. Wie der Oberbürgermeister berichtete, hat die Stadt auch schon anderen Vereinen wie der DJK und dem Turnverein derartige Bürgschaften gewährt.

Den Markt im August retten

Der Augustmarkt auf dem Karl-Theodor-Platz war ein weiteres Thema der Sitzung. Der Zuspruch seitens der Fieranten wie auch der Besucher geht von Jahr zu Jahr zurück. Den Markt einfach sterben lassen will man aber nicht; denn: »Wenn er weg ist, ist er weg« (Ernst Haider). Nun denkt man an eine Verlegung auf den Stadtplatz. Thomas Miller meinte, man sollte die Veranstaltung ordentlich bewerben und in der Öffentlichkeit bekannt machen. Ernst Haider brachte auch die Öffnung der Geschäfte am Marktsonntag ins Gespräch. Konrad Obermaier ergänzte, »andere Gemeinden machen uns das vor«. Der Stadtplatz ist ihm dafür zu schade. Er sähe die Veranstaltung lieber beim Bahnhof.

Für Ernst Harrecker dagegen ist es ein sinnloser Versuch: »Ich glaube nicht, dass es besser wird.« Bei drei Gegenstimmen will man ein neues Konzept entwickeln. -K.O.-