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Nürnberg gewinnt 2:1 und stoppt Augsburgs Aufholjagd

Augsburg (dpa) - Der 1. FC Nürnberg hat die Aufholjagd des FC Augsburg im Bundesliga-Abstiegskampf gestoppt. Durch Treffer von Hiroshi Kiyotake (21. Minute) und Alexander Esswein (54.) gewannen die Franken zum Auftakt des 25. Spieltages mit 2:1 (1:1).

Frankenpower
Die Nürnberger holten den ersten Auswärtssieg seit rund einem halben Jahr. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Umkämpft
Augsburgs Andre Hahn (l) und Nürnbergs Marvin Plattenhardt im Kopfballduell. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Führung
Nürnbergs japanischer Spieler Hiroshi Kiyotake (r) bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Ausgleich
Der Augsburger Tobias Werner (2.v.l.) köpft den Ausgleichstreffer zum 1:1. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Entscheidung
Nach dem Treffer von Alexander Esswein (2.v.l.) war der Jubel bei den «Clubberern» groß. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Mit dem ersten Auswärtserfolg seit Mitte September brachte sich Nürnberg vorerst aus der Gefahrenzone. Vor 30 660 Zuschauern in der ausverkauften Arena traf Tobias Werner mit freundlicher Unterstützung von «Club»-Torhüter Raphael Schäfer (36.) für die Augsburger, die als Tabellen-16. weiter sechs Punkte vom rettenden Ufer entfernt sind. Ihren letzten Fußball-Sieg gegen den FCN hatten die Schwaben vor mehr als 36 Jahren gefeiert.

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«Nürnberg hat es uns verdammt schwer gemacht. Wir waren nicht durchschlagskräftig genug, deshalb stehen wir mit leeren Händen da. Aber es sind noch Spiele genug», meinte Augsburgs Werner mit Blick auf die Lage am Tabellenende. Die jetzt 10 Punkte vor dem FCA rangierenden Franken waren hochzufrieden mit dem Resultat. «Nach dem 1:1 waren wir drauf und dran, das Spiel wegzugeben, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder rangekämpft», sagte Coach Michael Wiesinger und sprach von einem verdienten Sieg.

In der als Schlüsselspiel für den Abstiegskampf bezeichneten Begegnung ließen die zuletzt hochgelobten Augsburger die Entschlossenheit im Angriff vermissen. Das Team von Markus Weinzierl konnte den Ausfall des gesperrten Mittelfeldstrategen Daniel Baier durch Andreas Ottl längst nicht so gut kompensieren wie der «Club» das Fehlen von Timo Gebhart. Die Franken zeigten zunächst die bessere Spielanlage, machten über die Außen Kiyotake und Esswein viel Dampf und konnten sich auf eine stabile Deckung verlassen. Der FCA wurde in der Anfangsphase regelrecht überrumpelt von den körperbetont spielenden Franken, die gleich zu guten Chancen kamen. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Kiyotake schoss der frei stehende Markus Feulner knapp am FCA-Gehäuse vorbei (3.), wenig später verfehlte Tomas Pekhart (6.) mit dem Kopf eine scharfe Hereingabe des quirligen Esswein.

Während Augsburg überraschend verhalten agierte, schlugen die Gäste mit ihrer dritten Chance eiskalt zu. Nach einem Solo auf der linken Seite bewies Esswein mit seinem Rückpass auf Kiyotake viel Übersicht. Der Japaner zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze in die linke obere Torecke und freute sich über sein viertes Saisontor.

Auf der Gegenseite wurde «Club»-Keeper Schäfer zunächst nur durch einen Schuss des Koreaners Ja-Cheol Koo (25.) geprüft. Doch dann unterlief dem Schlussmann der Franken ein folgenschwerer Patzer, als er einen zwar scharfen, aber wenig platzierten Kopfball von Werner fallenließ und zum Entsetzen der Mitspieler mit seinem Unterschenkel über die eigene Torlinie bugsierte. «Wenn man einen Fehler macht, und die Mannschaft gewinnt trotzdem, kann man damit leben», kommentierte Schäfer seinen Aussetzer am Ende mit einem Schmunzeln.

Im zweiten Durchgang versuchten die Gastgeber das Tempo zu erhöhen, doch gegen die stabile Nürnberger Abwehr gab's bis auf Schuss von Dong-Won Ji ans Außennetz einfach kein Durchkommen. Auf der Gegenseite krönte Esswein seine beste Leistung in dieser Saison mit dem Siegtor für den FCN. Einen Freistoß nach Foul an Kiyotake jagte der U 21-Nationalspieler mit Brachialgewalt an der Mauer vorbei ins Netz. Beim Kopfball von Berkay Dabanli an den Pfosten (84.) war sogar ein höherer Erfolg für die Gäste möglich.