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NSA-Affäre belastet US-brasilianische Wirtschaftsbeziehungen

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Brasiliens Präsidentin Rousseff
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Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ist ausgesprochen verärgert über die Bespitzelungen der NSA. Foto: Fernando Bizerra Jr./Archiv Foto: dpa

São Paulo (dpa) - Die NSA-Ausspähaktionen wirken sich nach Medienberichten auch negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und Brasilien aus. Verschiedene Vereinbarungen seien auf Eis gelegt worden, berichtete die Zeitung »Folha de São Paulo«.


Betroffen seien unter anderem geplante Abmachungen über den Export von nicht-gefrorenem Rindfleisch in die USA sowie über Pensionsregelungen für Brasilianer und US-Amerikaner, die im jeweils anderen Land arbeiten.

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Kurz vor dem von Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wegen der NSA-Affäre verschobenen Staatsbesuch in Washington am 23. Oktober hätte den Angaben zufolge eine Vorabmachung für den von Brasilien lange geforderten Export von unbehandeltem Rindfleisch in die USA getroffen werden sollen. Dazu sei es aber nicht gekommen. »Sowohl die USA als auch Brasilien sind verärgert«, zitiert die Zeitung ein US-Diplomaten, der anonym bleiben wollte.

Zudem wurden laut »Folha« Treffen für den energiepolitischen sowie verteidigungspolitischen Dialog im Oktober abgesagt. Ein Abkommen zur Anerkennung von Rentenbeiträgen sei zwar unterschriftsreif, aber auf Eis gelegt worden. Die Widerstände lägen in diesem Punkt vor allem auf US-Seite, hieß es.

Folha de São Paulo