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NRW fordert neuen Ausgleich bei Ökostrom-Kosten

Düsseldorf (dpa) - Als Reaktion auf Bayerns angekündigte Klage gegen den Länderfinanzausgleich fordert Nordrhein-Westfalen eine neue Verteilung für die Kosten der Energiewende.

Strommasten
Strommasten in Duisburg: Nachdem Bayern gegen den Länderfinanzausgleich klagen will, fordert Nordrhein-Westfalen eine neue Verteilung für die Kosten der Energiewende. Foto: Martin Gerten/Archiv Foto: dpa

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) verlangte in der «Rheinischen Post» einen größeren Beitrag von Bundesländern wie Bayern, die besonders stark von den Fördermitteln für Sonnen- und Windstrom profitieren.

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«Es kann nicht sein, dass die Haushalte in NRW die Flut der Solaranlagen auf den bayerischen Dächern fast alleine bezahlen müssen», sagte Duin der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung. Nötig sei eine neue Initiative für einen länderübergreifenden Ausgleich der Ökostrom-Kosten.

Nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) flossen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) allein im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro nach Bayern. Nordrhein-Westfalen machte hingegen beim Saldo aus Mittelzu- und Mittelabfluss ein Minus von 2,25 Milliarden Euro.

BDEW-Zahlen zum EEG, siehe S. 57

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