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Norwegens ESC-Beitrag mit deutschem Einfluss

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ESC - KEiiNO
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Alexandra Rotan, Fred-René Overgard Buljo und Tom Hugo sind KEiiNO. Foto: Ariel Schalit/AP Foto: dpa

Sie gehören zu den interessantesten Acts beim ESC-Finale in Tel Aviv: KEiiNO aus Norwegen. Ein Mitglied des Trios lebt in Berlin.


Tel Aviv (dpa) - Der norwegische Beitrag zum Eurovision Song Contest, »Spirit in the Sky«, ist auch mit deutscher Beteiligung entstanden. Der norwegische Sänger Tom Hugo (39) vom Trio KEiiNO lebt mit seinem Mann in Berlin. Der Berliner Komponist und Produzent Rüdiger Schramm (33) hat an dem Titel mitgeschrieben.

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»Es geht um Menschen, die in irgendeiner Weise unterdrückt worden sind oder nicht für voll genommen wurden, dass die einen Weg finden zu erstrahlen«, sagte Schramm der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Tel Aviv. »Ich denke, da kann sich jeder darin wiederfinden, in irgendeiner Art und Weise.« Das Finale des ESC findet am Samstagabend in der israelischen Küstenstadt statt.

Die Buchmacher sahen Norwegen kurz vor dem Finale auf Platz neun. Damit wurden die Chancen des Landes deutlich besser eingeschätzt als die Aussichten für Deutschland. Die Buchmacher erwarteten für den deutschen Beitrag S!sters (»Sister«) den letzten Platz.

Das norwegische Trio löste beim zweiten Halbfinale am Donnerstag Jubel aus. Beim Refrain des Liedes singt Sänger Fred Buljo im Joik-Stil, einer besonderen Gesangstechnik des nordischen Volkes der Samen (Lappen). Joiken erinnert ein bisschen an Jodeln. Joiken war jahrelang an vielen Orten in Norwegen verboten, wie ein Sprecher des Gruppe mitteilte.

Rüdiger Schramm