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Nichts für schwache Nerven

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Andreas Irlinger gewinnt in dieser Situation gerade ein Bully und trug insgesamt viel zum 6:4- Heimsieg des EVB gegen den ESV Gebensbach bei. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Einen verdienten Sieg im ersten Heimspiel feierte der EV Berchtesgaden am Sonntag gegen den ESV Gebensbach. Damit befindet sich der EVB nach drei Spielen bei zwei Siegen sowie einer unglücklichen Niederlage zusammen mit zwei weiteren Teams an der dritten Tabellenstelle.


Der EV Berchtesgaden begann vor 150 Zuschauern furios und setzte Gebensbach unter Dauerdruck. Bereits in der vierten Minute brachte Christian Fegg den EVB bei Überzahlspiel in Führung. Nur eineinhalb Minuten später legte Fegg ideal auf Richard Kroll, der überlegt zum 2:0 einschoss. Kurz darauf verwandelte Verteidiger Stefan Fegg zum 3:0. Danach dauerte es eine Minute, ehe Andreas Pflug ein Kunsttor in die Maschen zauberte und der Gebensbacher Goalie seinen Kasten entnervt verließ. Ein Schönheitsfehler in Drittel eins war lediglich der erste Treffer der Gäste. Die Berchtesgadener ließen sich nach der klaren Führung das Spiel der Gebensbacher aufdrücken und fanden zunächst nicht mehr zu ihren anfangs so zwingenden Aktionen. Gegen Drittelende kamen die Berchtesgadener noch einmal zu weiteren guten Möglichkeiten, ehe es mit 4:1 in die erste Drittelpause ging.

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Im Mittelabschnitt drohte die Begegnung zugunsten der Gäste zu kippen, die zunächst auf 4:3 herankamen.

Schiedsrichter erkennen Treffer nicht an

Zwei Minuten vor Ende des Mittelabschnitts erzielte der EVB mit dem 5:3 ein weiteres Tor. Ein Schiedsrichter erkannte sofort auf Tor. Doch die Gebensbacher protestierten, wie mehrmals im umkämpften Match, heftig und kamen damit durch. Weil sich der Torhüter bei der Aktion durch einen eigenen Mitspieler verletzt hatte, wurde der Treffer zurückgenommen: »Das war eine absolute Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Wenn wir das Spiel nicht gewonnen hätten, wäre ich gegenüber den Unparteiischen tätig geworden und hätte eine Meldung an den Verband gemacht«, erklärte der sportliche Leiter des EVB, Rupert Kellerbauer, nach dem Match und bedauerte die »schwachen Leistungen« der Unparteiischen, mit denen auch die Gäste immer wieder haderten.

So jedoch glich der Gast wenige Sekunden vor Drittelende auch noch zum 4:4 aus. Das Spiel war nun wieder völlig offen und so musste der Schlussabschnitt die Entscheidung bringen. Beide Teams suchten jetzt die Entscheidung, die Torhüter standen immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. In den gefährlichen Phasen für den EVB erwies sich mehrfach der neue Torhüter Stefan Quintus als großer Rückhalt. Toni Gadringer sorgte nach einem Alleingang mit einem raffinierten Treffer für das wichtige 5:4.

Entscheidung durch »Empty-Net-Goal«

Nachdem die Gäste ihren Torhüter schon zwei Minuten vor dem Ende des Spiels für einen sechsten Feldspieler aus dem Match genommen hatten, zielte Mannschaftskapitän Andreas Bräuer aus dem eigenen Drittel punktgenau zum 6:4 ins leere Tor. Wenig später traf Bräuer in der sehr hektischen Schlussphase noch einmal an den Pfosten des weiterhin leeren Tores. Dann war Schluss. Die Gäste erwiesen sich als schlechte Verlierer. Nachdem zunächst ein Verteidiger eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte, gingen auch noch zwei weitere Akteure von der Eisfläche, die Zehnminutenstrafen bekamen. EVB-Trainer Manfred Mühllechner zeigte sich mit dem ersten Drittel sehr zufrieden, mit dem zweiten weniger und mit dem dritten halbwegs. Den sportlichen Leiter Rupert Kellerbauer störte die »unsaubere« Spielweise der Gäste.

Skorer: 1:0 (4.) C. Fegg/S. Fegg, 2:0 (7.) Kroll/C. Fegg/Heim, 3:0 (8.) S. Fegg, 4:0 (10.) Pflug/C. Fegg, 4:1 (14.); 4:2 (27.), 4:3 (31.), 4:4 (40.); 5:4 (54.) Gadringer, 6:4 (59.) Bräuer. Strafen: EV Berchtesgaden 10, ESV Gebensbach 14 Minuten plus 50 Minuten Disziplinarstrafen.

EV Berchtesgaden: Quintus (T. Schäfer); M. Zauner, S. Fegg, S. Giritzer, Kohl, F. Schäfer, Heim, Berreiter, Irlinger, Brandner, Kroll, Gadringer, Pflug, Wildmann. Christian Wechslinger