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Neureuther und Höfl-Riesch im Pech - Rebensburg stark

Ofterschwang (dpa) - Im letzten Rennen vor dem Saisonfinale fanden die deutschen Alpinen nicht den richtigen Schwung. Beim Saisonfinale wollen Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther aber wieder auf das Podest. Das gelang am Wochenende aus dem deutschen Team nur Viktoria Rebensburg.

Eingefädelt
Maria Höfl-Riesch kam beim Slalom in Ofterschwang nicht ins Ziel. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa
Enttäuscht
Für Höfl-Riesch wurde der Heim-Weltcup zu einer Enttäuschung. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Ausgeschieden
Schon nach weniger als 40 Sekunden war der Slalom für Höfl-Riesch beendet. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Siegerin
Den Sieg holte sich die Slowenin Tina Maze. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa
Patzer
Felix Neureuther ist nach einem Einfädler aus dem Rennen. Foto: Antonio Bat Foto: dpa
Heimspiel
Viktoria Rebensburg freut sich mit den jubelnden Fans im Rücken über Platz drei. Foto: Stephan Jansen Foto: dpa

Neureuther und Höfl-Riesch fädelten ein - und im letzten Rennen vor dem Saisonfinale verloren auch ihre Teamkollegen an Schwung. Die deutschen Slalom-Damen mussten beim Heim-Rennen in Ofterschwang das schlechteste Ergebnis seit sechs Jahren verkraften, die Herren waren zuletzt vor einem Jahr schlechter platziert als nun in Kranjska Gora. Die Enttäuschungen bei schwierigen äußeren Bedingungen in den Torläufen rückten gute Einzelleistungen in den Riesenslaloms am Vortag in den Hintergrund. Viktoria Rebensburg war als Dritte «froh und erleichtert» über ihren fünften Podestplatz der Saison, Neureuther unterstrich in Slowenien als Vierter seine starke Form.

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«Das von der Vicky und das Riesenslalom-Ergebnis an sich war auch ganz in Ordnung, auch der vier Platz von Felix», sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. Dagegen sei das Slalom-Abschneiden «sicher nicht auf der Wunschliste» gewesen. Lena Dürr auf Rang 22 und der nach einem Sturz vom Vortag gehandicapte Fritz Dopfer als Zehnter waren die Torlauf-Besten.

«Das ist einfach ein Tag, den man nicht als optimal bezeichnen darf oder kann. Wir haben aber in diesem Jahr schon so viel extrem gute Tage für den alpinen Skirennsport gehabt, da muss man auch mal so einen Tag in Kauf nehmen und akzeptieren», betonte Maier. Vier Medaillen gab es bei der WM, nun soll sich das Team beim Finale in der Schweiz gut aus dem Weltcup-Winter verabschieden. «Wir wollen schauen, dass wir noch ein paar Podiumsplatzierungen erreichen.»

Fünf Damen und zwei Herren kann der Deutsche Skiverband zu den Rennen in Lenzerheide entsenden, wo es im Kampf um Kristallkugeln kaum noch Spannung gibt. Die Vergabe zweier weiterer Glaspokale wurde am Wochenende entschieden. Marcel Hirscher (Österreich) sicherte sich am Sonntag beim Tagessieg von Ivica Kostelic als Zweiter die Trophäe im Torlauf, der Amerikaner Ted Ligety machte den Gewinn der Kristallkugel im Riesenslalom durch seinen Tagessieg am Samstag endgültig perfekt. Auch der Kampf um die Gesamtwertung ist fast entschieden. Hier führt Hirscher mit 149 Punkten Vorsprung auf den Norweger Aksel Lund Svindal.

Bei den Damen steht Tina Maze längst als Gesamtsiegerin fest. Nach Rang zwei beim Riesenslalom-Erfolg der Österreicherin Anna Fenninger am Samstag erhielt sich die Slowenin durch ihren Slalom-Sieg am Sonntag die Chance, als erste Alpine fünf Kristallkugeln in einem Winter zu holen. Bei ihrer atemberaubenden Rekordrallye durch die Weltcup-Saison mit Bestmarken in der Gesamtpunktzahl und der Podestplätze ist ihr alles zuzutrauen. «Tina Maze hat einen Wahnsinnslauf», erkannte Höfl-Riesch einmal mehr an - und verabschiedete sich noch am Sonntag nach ihrem Slalom-Aus in die Schweiz. Dort steht am Montag das erste Abfahrtstraining an.

Auch Rebensburg, vor einem Jahr in Schladming Doppel-Siegerin, will sich mit Erfolgen aus der Saison verabschieden. In Ofterschwang war sie «echt froh» nach einem schwierigen Rennen. «Vor allem, weil die letzten Wochen nicht ganz einfach waren», erklärte die Olympiasiegerin.

Dagegen genoss Neureuther die vergangenen Wochen sichtlich. Dem WM-Silbermedaillengewinner war in jedem Rennen große Freude anzumerken. Im Regen von Kranjska Gora trug der 28-Jährige das Slalom-Aus und den Dämpfer beim Kampf um Platz drei im Gesamtweltcup mit Fassung. «Ich kann nicht enttäuscht sein, ein Ausfall passiert eben schnell im Slalom», sagte der 28-Jährige nach dem ersten Einfädler seit über einem Jahr.

Auch wenn es wohl nicht zu den Top-3 reichen wird; immerhin wird Neureuther als erster deutscher Alpin-Herr seit 1992 wieder das Klassement in den Top-10 beenden. Bei den Damen ist Maria Höfl-Riesch hinter Maze die zweitbeste des Winters, muss sich aber in der Schweiz noch gegen Fenninger wehren.