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Neuer Streiktag stört Frankreichs Bahnverkehr

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Bahnstreik in Frankreich
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Leere Bahngleise vor dem Bahnhof Gare de Lyon. Ein Eisenbahner-Streik gegen die geplante Bahnreform sorgt in Frankreich für erhebliche Beeinträchtigungen des Zugverkehrs. Foto: Francois Mori/AP Foto: dpa

Paris (dpa) - Ein neuer Streiktag gegen Reformen bei der Staatsbahn SNCF bringt in Frankreich wieder große Teile des Zugverkehrs zum Stillstand. Die Situation für Reisende dürfte am Sonntag aber etwas besser sein als an den beiden vorherigen Streiktagen.


Laut Ankündigung der SNCF fährt nur einer von fünf TGV-Hochgeschwindigkeitszügen. Auch Verbindungen nach Deutschland sind betroffen. Im französischen Regionalverkehr fallen zwei Drittel der Züge aus.

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Der Konflikt mit den Eisenbahner-Gewerkschaften ist eine Bewährungsprobe für die Fähigkeit von Präsident Emmanuel Macron, seine Reformpolitik durchzusetzen. Die Regierung will die mit rund 50 Milliarden Euro verschuldete SNCF umbauen und die Kosten senken. Der Bahnverkehr soll wie auf EU-Ebene beschlossen für Wettbewerber geöffnet werden. Besonders viel Widerstand gibt es gegen die Ankündigung, dass neue SNCF-Beschäftigte künftig nicht mehr den beamtenähnlichen Eisenbahnerstatus erhalten sollen, der etwa spezielle Regeln zur Frühverrentung vorsieht.

Die Gewerkschaften hatten Anfang der Woche eine lange Streikwelle eingeläutet: Sie wollen immer im Wechsel zwei Tage streiken und drei Tage arbeiten, möglicherweise bis über den Monat Juni hinaus. Auch für diesen Montag müssen Millionen Pendler und Bahnreisende sich deshalb auf Probleme einstellen. An diesem Tag beginnt die Pariser Nationalversammlung ihre Plenarberatungen über die Reform.