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Irgendwo in diesem Bereich auf dem Buchwinkler-Parkplatz will die Marktgemeinde Berchtesgaden in nächster Zeit eine E-Tankstelle errichten. (Fotos: Ulli Kastner)
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Die Grünfläche am Fischerbichl soll jetzt doch nicht einer E-Tankstelle weichen. Es ist sogar an eine Verschönerung gedacht.

Neuer Standort für E-Tankstelle im Markt

Berchtesgaden – Es hatte sich bereits abgezeichnet: Der Bauausschuss des Gemeinderats Berchtesgaden beugt sich dem Bürgerdruck und wählte am Dienstag einstimmig einen neuen Standort für die E-Tankstelle im Markt. Die Grünoase am Fischerbichl soll nun erhalten und sogar noch verschönert werden. Stattdessen kommt die E-Tankstelle nun auf den Buchwinkler-Parkplatz.


Als vor rund sechs Wochen durch einen Leserhinweis im »Berchtesgadener Anzeiger« bekannt wurde, dass die Grünfläche am Fischerbichl einer E-Tankstelle weichen soll, war der Aufschrei in der Bevölkerung groß. Mit dem am 12. Juli einstimmig gefassten Beschluss des Bauausschusses waren viele nicht einverstanden. Das formulierten die Bürger letzte Woche auch deutlich auf der Infoveranstaltung der Marktgemeinde in der Bacheifeldschule. Doch da hatte Marktbürgermeister Franz Rasp bereits auf die Proteste reagiert. Er gab bekannt, dass die E-Tankstelle nun aller Voraussicht nach auf dem Buchwinkler-Parkplatz errichtet werde.

Den entsprechenden Beschluss fasste der Bauausschuss dann auch am Dienstag im Rathaus. Und zwar ebenso einstimmig, wie er sich am 12. Juli für den Standort Fischerbichl entschieden hatte. Es gehe jetzt, so Rasp, nur noch um Detailfragen, in welcher der drei Parkreihen auf dem Buchwinkler-Parkplatz die neue E-Tankstelle installiert wird. Der Standort biete sich jedenfalls an, zumal es dort auch einen bestehenden Trafo des Bayernwerks gebe.

Für den zuvor ins Auge gefassten Standort Fischerbichl hatte man laut Rasp eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, »für die wir aber nur sehr wenig in die Hand genommen haben«. Nun habe man jedoch gesehen, »dass der Standort vielen nicht so taugt«. Die Studie werde man jetzt zu den Akten legen, »falls das Thema einmal wieder auftaucht«. Der Bau der neuen E-Tankstelle könne vielleicht noch heuer über die Bühne gehen, ansonsten im neuen Jahr.

Dritte Bürgermeisterin Iris Edenhofer, Rosemarie Will (beide Grüne) und Franziska Böhnlein (CSU) bedankten sich dafür, dass man »so spontan auf den Wunsch der Bevölkerung reagiert hat«. Bei weiteren E-Tankstellen-Projekten sollte man auf jeden Fall auch an die Barrierefreiheit denken, regte Böhnlein weiterhin an. Die sei auf dem Buchwinkler-Parkplatz wegen der entfernten Lage zum Zentrum nun nicht gegeben. Eine Möglichkeit dafür sah Franziska Böhnlein beispielsweise entlang der Straße beim Luitpoldpark. »Das wäre eine coole Stelle, zumal damit auch der hintere Teil der Maximilianstraße belebt werden könnte.«

»Wir werden nun nicht die Hände in den Schoß legen, sondern sicherlich noch weitere Ladestationen errichten«, versicherte Bürgermeister Rasp. Gleichzeitig werde man sich um eine Verschönerung der Grünanlage am Fischerbichl kümmern, wo es noch Optimierungsbedarf gebe. Darüber freute sich auch Rosemarie Will, die sich nach eigenen Worten mit der aktuellen »Grabbepflanzung« noch nie anfreunden konnte.

Ulli Kastner