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Vorteile für die Traun-Alz-Bahn, das Krankenhaus und die Bürger erwartet – Noch Arbeiten an der Barrierefreiheit

Neuer Bahnhaltepunkt »Traunstein Klinikum« eingeweiht

Traunstein – Der neue Bahnhaltepunkt »Klinikum Traunstein« wurde im Beisein zahlreicher Ehrengäste eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Der katholische Pastoralreferent Peter Förg und der evangelische Diakon Edwin Stegmann, die beide auch Klinikseelsorger sind, nahmen die Segnung vor.

Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (von links), Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler, stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Traunsteins zweiter Bürgermeister Hans Zillner sowie der Leiter der Südostbayernbahn, Christoph Kraller, durchschnitten bei der Einweihung das symbolische rote Band. Im Hintergrund sind (von links) Stefan Schell vom Innenministerium und Christian Kubasch von der Südostbayernbahn zu sehen. (Foto: Müller)

Anschließend durchschnitten Landtagsabgeordnete Gisela Sengl, Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler, stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Traunsteins zweiter Bürgermeister Hans Zillner sowie der Leiter der Südostbayernbahn Christoph Kraller am Bahnsteigzugang symbolisch ein rotes Band. Stefan Schell vom Bayerischen Innenministerium und Christian Kubasch, Leiter der Südostbayernbahn, standen ihnen bei.

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Viele Jahre seien bis zum Baubeginn vergangen, die Bauzeit selbst habe dann nur zwei Monate betragen, blickte Kraller zurück. Auch wenn der Haltepunkt – inklusive dem Rückbau des Haltepunkts in Empfing – 1,15 Millionen Euro koste und die Bahnverbindung bisher vergleichsweise wenig genutzt worden sei, sprach der SOB-Sprecher von einer »richtigen Entscheidung«. Der neue Bahnhaltepunkt sei ein wesentlicher Baustein, um die Strecke attraktiver zu machen. Sowohl der dauerhafte Bahnsteig nördlich des Bahnübergangs »Wolkersdorfer Straße« als auch der provisorische Bahnsteig südlich davon seien barrierefrei erreichbar. Was die Barrierefreiheit der Züge anbelange, gebe es hingegen noch Nachholbedarf. »Wir arbeiten aber auch hier an einer vernünftigen Lösung«, versprach Kraller.

Wie er weiter ausführte, werde man in diesem Herbst am neuen Bahnhaltepunkt noch einige Restarbeiten vornehmen, im April 2017 erfolge dann der Rückbau des Bahnhaltepunkts Empfing, Mitte 2017 wolle man, wenn der Rohbau des Klinikum-Parkhauses stehe, den Wetterschutz anbringen und im Sommer 2017 den Bahnübergang in Angriff nehmen. Wenn man damit fertig sei, könnte Ende 2017 der Behelfsbahnsteig wieder zurückgebaut werden, so Kraller.

Der neue Haltepunkt sei eine Chance für die ganze Strecke und ein zusätzliches Angebot für die Klinikmitarbeiter und -besucher, die Schüler der benachbarten Bildungseinrichtungen und die Anwohner, freute sich stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber.

Glückwünsche seitens der Stadt überbrachte zweiter Bürgermeister Hans Zillner. Er ist davon überzeugt, dass der neue Bahnhaltepunkt und die Fahrplanänderungen der Traun-Alz-Bahn »den öffentlichen Nahverkehr in unserer Region ein Stück weit attraktiver machen«. Der neue Haltepunkt Traunstein Klinikum sei nicht die einzige Verbesserung für Bahnreisende in der Großen Kreisstadt, betonte Zillner und verwies auf die laufenden Baumaßnahmen am Bahnhof. Bereits in den letzten Jahren habe die Deutsche Bahn dort viel in den barrierefreien Ausbau investiert und nun laufe dort die letzte Sanierungsphase, lobte Zillner. mmü