Neuer Anbau, neue Karte, neuer Festwagen

Bildtext einblenden
Dieses Bild sehen die Mitglieder der Historischen Reitergruppe nun öfters, wenn sie eine Gratulationskarte erhalten. (Repro: Historische Reitergruppe Piding)

Piding – Die Historische Reitergruppe Piding hat sich kürzlich zur Jahreshauptversammlung getroffen. Abgehalten wurde die Veranstaltung über das vom Landratsamt gestellte Online-Programm »edudip«.


Vorstand Christian Kleinert berichtete, dass der Georgiritt des Patenvereines am Ostermontag und der Leonhardiritt in Holzhausen auch dieses Jahr abgesagt wurden. Sinn dieser Wallfahrten sei neben dem Segen für Ross und Reiter die Bitte um eine sorgenfreie Zukunft, die man herbeisehnt. Darüber hinaus stellte Christian Kleinert Pläne für einen möglichen Vereinsausflug ins Haupt- und Landgestüt Schwaiganger mit anschließender Einkehr vor.

Ebenfalls wurde der neue Anbau an das Haus der Vereine thematisiert. Schriftführerin Anna Baumgärtner berichtete von der Einweihungsfeier am 7. August 2020. Besucher konnten einen Blick in das Innere des neuen Anbaus werfen, nämlich in die neue Sattelkammer der Reitergruppe, den Raum für Rossanhänger und Festwagen sowie die neuen Flächen des Trachtenvereines. Abschließend ging die Schriftführerin auf das Thema Geburtstage der Mitglieder ein. Hierfür wurde eine Gratulationskarte entworfen, welche künftig für verschiedene Anlässe verwendet wird. Außerdem erklärte sie, wie man laut neuem Beschluss der Vorstandschaft in der Historischen Reitergruppe mit den Geburtstagen der Mitglieder verfahren wird. So erfolgt beim 75. Geburtstag ein persönlicher Besuch aus der Vorstandschaft, anschließend wird im Fünf-Jahres-Rhythmus mit einer Karte gratuliert. Kassiererin Franziska Kleinert stellte die Einnahmen und Ausgaben des Vereins vor. Insgesamt hat die Reitergruppe eine positive Summe zu verzeichnen.

Franziska Kleinert wies darauf hin, dass im Kassenbericht unter anderem noch ein Posten zum 50. Gründungsfest enthalten ist: nämlich eine Einladung an alle Sponsoren, befreundete Rosserer-Vereine, Ortsvereine oder die Politik in den »Alten Roßstall« des Schlosses Staufeneck wegen der Unterstützung für das gelungene Festjahr. Die Kassiererin erwähnte auch drei Spenden sowohl für den neuen Anbau als auch für den Verein.

Zeugwart Stefan Schalk präsentierte eine im vergangenen Jahr ausführlich erarbeitete Inventarliste, mit der zukünftig regelmäßig auf Verschleiß kontrolliert werden kann. In diesem Zuge informierte er die Mitglieder über den schlechten Zustand der künstlichen Mähnen, welche früher für Umritte häufig zum Einsatz kamen. Diese mussten entsorgt werden. Kassenprüfer Andreas Reichenberger schlug die Entlastung der Vorstandschaft vor. Diese wurde mittels Umfrage einstimmig bejaht. Vorstand Christian Kleinert informierte zudem über die Renovierungsarbeiten an den beiden Festwägen, die Rossbauern dem Verein kostenlos überlassen hatten. Beim eisenbereiften Leiterwagen, der für den Festzug als Heuwagen mit Wiesbaum hergerichtet worden war, wird gerade eine »Kipfe« nach historischem Vorbild angefertigt. Ansonsten ist er laut Kleinert einsatzbereit. Beim »Leutwagen«, auf dem ältere Mitglieder am Festzug teilnehmen können, erklärte sich ein Mitglied bereit, den Aufbau ehrenamtlich komplett zu sanieren.

Die Arbeiten sind abgeschlossen, die Teile müssten nur noch montiert werden. Damit wird der Wagen bei Festzügen mit vorgespannten Kaltblutrössern für viele Jahre wieder in neuem Glanz erstrahlen. Am Ende äußerte Kleinert den Wunsch, bald wieder mit allen Rosserer-Freunden an schönen Wallfahrtsritten teilnehmen zu können.

fb