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Neuen Wohnraum in landwirtschaftlichen Betrieben schaffen

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Die Absperrung der Baustelle des Kindergartens liegt den Bürgern in St. Leonhard sehr am Herzen. Die Baugrube ist bereits ausgehoben. (Foto: Peter)

Wonneberg – Auf den Flächenverbrauch zu achten und trotzdem Wohnraum in der Gemeinde zu schaffen, liegt Gemeinderat Albert Fenninger sehr am Herzen. Laut seiner Aussagen gibt es im Gemeindegebiet rund 40 kleine landwirtschaftliche Betriebe.


Oft würden Gebäude für die Bewirtschaftung nicht mehr voll genutzt und es bestehe dadurch ein gewisser Leerstand. Darum regte er in der jüngsten Gemeinderatssitzung an, doch mit den Eigentümern unverbindlich in Kontakt zu treten, um die verschiedenen Möglichkeiten für eine eventuelle zusätzliche Nutzung durch die Schaffung von Wohnraum anzuregen.

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Darauf meinte Bürgermeister Martin Fenninger zustimmend, dass man beim Thema Flächenverbrauch und Wohnungsschaffung für alle Wege offen sein müsse. Josef Helminger sagte, er könnte sich vorstellen, dass dieses Thema bei den Winterversammlungen des Bayerischen Bauernverbandes aufgegriffen werden könnte. Dazu sollten die entsprechenden Fachleute eingeladen werden, um vorab schon erste allgemeine Informationen, insbesondere beim Steuerrecht in Verbindung mit der Entnahme von Betriebsvermögen aus der Landwirtschaft, geben zu können.

Bürgermeister Fenninger brachte zusätzlich noch den Gedanken ein, hier gleich auf das Thema »Flächenausgleich« durch die Randstreifen an Gräbern mit einfließen zu lassen, da ja für Baumaßnahmen entsprechend Ausgleichsflächen erforderlich seien.

In der Sitzung stellten sich der neue Bauamtsleiter Hannes Grill und die Mitarbeiterin im Bauamt, Alexandra Barthel, kurz vor. Wie zu hören war, werden von der Bauabteilung der Verwaltungsgemeinschaft Waging für die Gemeinden Waging am See, Taching am See und Wonneberg circa 150 Bauanträge im Jahr bearbeitet. Im Verwaltungsgemeinschaftsgebiet sind derzeit rund 65 Bauleitplanverfahren abzuwickeln. Im Bereich der Gemeinde Wonneberg werden jährlich etwa 30 Bauanträge behandelt und aktuell sind 15 Bauleitplanverfahren zu betreuen.

Nachdem die Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für die Einsätze und andere Leistungen gemeindlicher Feuerwehren bereits aus dem Jahr 2001 stammte, musste die Satzung neu erlassen werden. Im Grunde waren die Beträge anzugleichen. Die neue Satzung wurde einfacher und sei in Zusammenarbeit mit dem Kommandanten Andreas Abstreiter erarbeitet worden, erklärte Bürgermeister Fenninger. In der Satzung ist geregelt, welcher Kostenersatz erhoben wird, wenn die Feuerwehr zum Beispiel Hilfeleistungen wie eine Ölspur beseitigen erbringt oder durch eine missbräuliche Alarmierung ausrückt und somit Kosten entstehen. Die Satzung wurde einstimmig angenommen.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Martin Fenninger wurde Albert Fenninger einstimmig als neues Mitglied für die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Waging bestellt. Das war erforderlich, da das jetzige Mitglied Josef Helminger das Amt niederlegte. Er hat den Vorsitz der Milcherzeugergemeinschaft Alpenmilch eG übernommen und bringt somit den zusätzlichen Arbeitsaufwand mit seinen betrieblichen Abläufen als Milchbauern nicht mehr in Einklang.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Fenninger bekannt, dass die Elektroarbeiten für den Kindergartenneubau im Umfang von 219 000 Euro an die Elektrotechnik Mühlthaler GmbH aus Kammer vergeben wurden. Die Bauarbeiten am Kindergarten nehmen Form an und die Baugrube ist bereits ausgehoben. In diesem Zusammenhang brachte 2. Bürgermeister Peter Wolff vor, dass er von anliegenden Bürgern angesprochen worden sei, auf die Absperrung der Baustelle zu achten. Bürgermeister Fenninger verwies darauf, dafür sei die ausführende Baufirma zuständig. Er werde darauf hinweisen, um eventuelle Unfallgefahren vorzubeugen. MP