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Neue Gelder für die Feuermelder

Berchtesgaden - Da mussten die Berchtesgadener Gemeinderäte erst mal schlucken. Doch letztlich stimmten alle zu. Die zusätzlichen 228 000 Euro für ein neues Brandmeldesystem im Bürgerheim hat das Gremium in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig genehmigt.

Die Baumaßnahmen im Bürgerheim kosten jetzt 228 000 Euro mehr. Denn neue Brandmelder müssen her. Foto: Anzeiger/kp

Aufgefallen ist alles bei einer Zusatzkontrolle durch einen Elektrofachplaner, der sich im Rahmen des aufwendigen Aufzugseinbaus auch das Brandschutzsystem des Bürgerheims angeschaut hat. Und siehe da: Die Brandmelde- und die Blitzschutzanlage sind veraltet. Und auch die Sicherheitsbeleuchtung muss erneuert werden. Eine bemerkenswerte Tatsache, welche die beauftragte Wartungsfirma scheinbar jahrelang übersehen hat. »Es ist alles lückenlos protokolliert. Aber nirgends steht ein Vermerk über die Probleme mit der Brandschutzanlage«, erklärte Bürgermeister Franz Rasp.

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Einige Gemeinderäte wunderten sich. Denn auf der Tagesordnung der Sitzung war lediglich von einer Information zum Sachstand in Sachen Bürgerheim die Rede. Kein Wort von der drastischen Kostensteigerung. »Ich bin nicht amüsiert«, betonte Dr. Bartl Wimmer (Grüne). Auch Josef Wenig (FW) monierte den fragwürdigen Informationsfluss. Denn in der Sitzung des Hauptausschusses eine Woche zuvor sei von diesem erheblichen Kostenfaktor ebenfalls nicht die Rede gewesen. Auch das Versäumnis des beauftragten Unternehmens, die Marktgemeinde rechtzeitig über das veraltete Brandmeldesystem in Kenntnis zu setzen, kritisierte Wenig scharf. »Da müssen wir noch ein Wörterl mit der Wartungsfirma reden«, forderte er.

Durch diesen Kostensprung sah sich die Gemeindeverwaltung dazu genötigt, die Sanierungskosten für das Martin-Beer-Haus neu aufzuteilen. Dem stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu. So sind jetzt für das Jahr 2012 118 750 Euro, für 2013 361 850 Euro und 2014 200 100 Euro vorgesehen. Alle Gelder werden aus einer Sonderrücklage entnommen. Im Herbst 2013 muss der Gemeinderat dann entscheiden, ob die vorgesehenen Maßnahmen für das Jahr 2014 tatsächlich durchgeführt werden können oder auf die nächsten Jahre verschoben werden müssen. cfs