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Neue Chance für das Hallenbad in Unterwössen?

Unterwössen. Wieder war das kürzlich geschlossene, insolvente Hallenbad (wir berichteten) Thema im Gemeinderat. Zunächst verlas Bürgermeister Hans Haslreiter einen Bittbrief des Lehrerkollegiums der Unterwössner Grund- und Mittelschule zum Erhalt des Hallenbades. Anschließend gab er bekannt, dass die Gemeinde derzeit die Möglichkeiten für ein Schulbad prüfe.

»Wir loten zurzeit den Bedarf sowie die Zuschuss- und Fördermöglichkeiten für ein Schulbad aus«, erklärte Haslreiter. Als solches bliebe das Hallenbad zwar vormittags ausschließlich den Schulen vorbehalten, hätte aber an den Wochenenden und abends auch freie Kapazitäten für die Öffentlichkeit.

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Diese Regelung wäre ganz im Sinne des Lehrerkollegiums, das in seinem Brief die Schließung des Hallenbades als »massiven Einschnitt in die Unterrichtsarbeit« kritisiert hatte. Außerdem befürchten die Lehrer Defizite in der motorischen Entwicklung der Kinder und damit negative Auswirkungen auf deren Gesundheit und körperliche Entwicklung. Auch die jährlichen Sportwettkämpfe sowie die Prüfungen für den qualifizierten Hauptschulabschluss seien nun nicht mehr möglich. Erwähnt wurden zudem die Beschneidung einer sinnvollen Freizeitgestaltung und negative Auswirkungen auf das Sport- und Vereinsleben sowie auf den Tourismus.

Anton Aberger (CSU) machte sich dafür stark, mögliche Chancen für ein Schulschwimmbad zu nutzen. Zeitlich könnte das aber noch lange dauern, wie Geschäftsleiter Thomas Müllinger in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt nach der Sitzung klarstellte: »Zunächst muss das Insolvenzverfahren abgeschlossen werden. Und das beginnt erst am 1. August.«

Wie Bürgermeister Hans Haslreiter in der Sitzung mitteilte, könnte es sein, dass der seit etwa zehn Jahren nicht mehr betriebene, große Schlepplift am Balsberg zurückgebaut werden muss. Die Seilbahnaufsicht des Freistaates hatte im Rahmen einer Routineprüfung festgestellt, dass der Lift seit vielen Jahren außer Betrieb ist. In solchen Fällen könne der Freistaat einen Rückbau der gesamten Anlage verlangen. Zunächst sollen jedoch noch die Eigentümer und der Betreiber gehört werden.

Einstimmig segnete das Gremium die Bebauungsplanänderung »Zeilerfeld« ab. Aus der früheren Gaststätte »Auschuster Stüberl« werden nun maximal acht Wohneinheiten. Vor etwa zehn Jahren war das Gebäude zuletzt als Gaststätte genutzt worden, anschließend als Pension. Gegen die Nutzung für Wohnzwecke hatte das Bayerische Denkmalamt zunächst erhebliche Einwände, befürchtete erhebliche Veränderungen am Haus. Nach einer Ortsbesichtigung sind die Bedenken nun jedoch zurückgenommen worden. Das ehemalige Wohngebäude kann jetzt also in maximal acht Wohneinheiten umgebaut werden. bvd