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Neue Bordsteine sind zehn Zentimeter zu hoch

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Die Höhe der neu verlegten Bordsteine an der Straße zwischen Freidling und Gemachmühle sorgten im Bauausschuss, der sich bei einem Ortstermin davon selbst ein Bild machte, für Diskussionsstoff. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Große Aufregung herrscht zurzeit in Teisendorf über die Höhe der neu verlegten Bordsteine in einer Kurve auf der Straße von Freidling nach Gemachmühle. Mit zehn bis elf Zentimetern seien sie viel zu hoch und würden damit jedes Ausweichen bei Gefahr durch ein Gegenfahrzeug unmöglich machen.


Zudem würden bei Kontakt mit den Bordsteinen die Räder mit Sicherheit beschädigt werden. Damit wäre genau das Gegenteil von dem erreicht, was die Maßnahme eigentlich bezwecken sollte – nämlich eine Gefahrenverringerung auf dem vorher schlecht ausgebauten und unübersichtlichen Straßenabschnitt.

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Bei einem Außentermin machte sich nun der Bau- und Umweltausschuss der Marktgemeinde zusammen mit Bürgermeister Thomas Gasser und Bauamtsleiter Theo Steinbacher ein Bild vom Stand der Baumaßnahme. Anwesend war auch Hans Willberger aus Freidling, der sich von Beginn an für das Projekt eingesetzt und seine Umsetzung laufend beobachtet hat. Jetzt berichtete er dem Bauausschuss über die Stimmungslage bei den Freidlinger Bürgern. Es herrsche großer Unmut über die Straßenabgrenzung wegen der hohen Randsteine, weil damit keine Ausweichmöglichkeit mehr bestehe und die Gefahrenlage damit nicht geringer geworden sei.

Im Übrigen würde diese Art der Ausführung auch nicht den ursprünglichen Absprachen entsprechen, wie sie bei einem Ortstermin des Bauausschusses Anfang des Jahres getroffen worden sind, so Willberger. Dort sei von Randsteinen mit einer Höhe von circa drei Zentimetern gesprochen worden. Hinter diesen Randsteinen sollte, wie jetzt auch, ein Schotterbankett als Ausweichmöglichkeit für Spaziergänger und bei Notfällen auch für Autos eingerichtet werden. Durch die hohen Bordsteine sei ein gefahrloses Ausweichen von Autos jetzt nicht mehr möglich.

Die Sanierung der in den 1960ern erbauten Straße ist schon länger geplant. Zumal der Verkehr auf dieser Nebenstraße seit der Einführung der Navigationsgeräte stetig zunimmt. Diese leiten nämlich die Autofahrer, aus Teisendorf kommend Richtung Achthal und Autobahn gerne über Freidling und Gemachmühle. An der nun in die Kritik geratenen Kurve war die Straße wegen der unmittelbar angrenzenden Randbäume eines Waldstückes sehr unübersichtlich und gefahrenträchtig.

Daher wurde in den Gemeinderat der Vorschlag eingebracht, hier die Straße zu verbreitern, dazu einige Bäume zu fällen und die Böschung abzutragen. Dies wurde nach einem Ortstermin des Bau- und Umweltausschusses heuer positiv beschieden und die Gemeindeverwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Die betroffenen Grundstückseigentümer haben die Maßnahme mitgetragen. Die Bäume wurden von den Waldbesitzern gefällt. Das Abtragen der Böschung und die Straßensanierung wurden von einer durch die Gemeinde beauftragten Firma vorgenommen.

Straße wurde etwas verbreitert

Die Straße wurde zudem an dieser Stelle etwas verbreitert und die Asphaltdecke bis zu den Randsteinen ausgedehnt. Das Setzen von Randsteinen war erforderlich zur Wasserführung und zur Absicherung der Privatgrundstücke. Die Bauverwaltung hat sich für abgeschrägte und oben leicht abgerundete Randsteine entschieden, auch als Schutz für die Autoräder bei eventueller Berührung. Die Höhe der Bordsteine entspricht mit zehn bis elf Zentimetern Höhe den gesetzlichen Vorgaben. Dies bestätigte auch Johannes Höglauer seitens der Planer der Straßenführung bei dem Ortstermin.

Die Ausschussmitglieder äußerten Verständnis für die Unzufriedenheit der Bürger und würden diese ernst nehmen, versicherte Bürgermeister Gasser. Ein Kommunikationsproblem bezüglich Absprachen zur Bordsteinhöhe zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung konnte nicht ganz ausgeschlossen werden. Warum die Bordsteinhöhe so negativ gesehen werde, konnten die Ausschussmitglieder nur teilweise nachvollziehen. Zumal an dieser Stelle auch vorher schon ähnlich hohe Randsteine gewesen seien, nur wären diese mit Gras überwachsen und damit nicht eindeutig sichtbar gewesen.

Möglicherweise sei die neue Straßensituation auch für viele erst gewöhnungsbedürftig. Dennoch beschloss der Bauausschuss, den Randstein in der Höhe abzuschneiden und wieder abzuschrägen. Die technischen Möglichkeiten dazu werden zurzeit geprüft. kon

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