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Netanjahu: Israel auf jedes Szenario in Syrien vorbereitet

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Manöver auf den Golanhöhen
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Israelische Panzer bei einem Manöver auf den Golanhöhen. Foto: Atef Safadi Foto: dpa

Jerusalem (dpa) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht die Nahostregion angesichts des blutigen Bürgerkriegs in Syrien im Ausnahmezustand.


»Der Nahe Osten befindet sich in einer der heikelsten Phasen seit Jahrzehnten und im Zentrum steht die immer weiter eskalierende Krise in Syrien«, sagte der 63-Jährige am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung. Israel verfolge die Lage im nördlichen Nachbarland aufmerksam und sei »auf jedes Szenario vorbereitet«, sagte der Regierungschef.

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Israel versuche, die Lieferung hochmoderner Waffen an die libanesische Hisbollah-Miliz und Terrororganisationen zu verhindern, sagte Netanjahu weiter. »Die israelische Regierung geht verantwortlich, entschlossen und überlegt vor, um das wichtigste Interesse des Staates Israel zu gewährleisten - die Sicherheit seiner Bürger.«

Israels Luftwaffe hatte vor zwei Wochen zum dritten Mal in diesem Jahr in Syrien angegriffen. Nach Medienberichten zielte der Angriff auf eine Waffenlieferung des Irans an die Hisbollah. Der israelische Rundfunk meldete am Sonntag, US-Repräsentanten hätten sich inzwischen bei ihren israelischen Kollegen entschuldigt, weil aus den USA durchgesickert war, dass Israel hinter dem jüngsten Luftangriff stand. Aus israelischer Sicht habe dies den syrischen Machthaber Baschar al-Assad gezwungen, öffentlich schärfer auf den Angriff zu reagieren. Israel hat sich immer noch nicht offiziell dazu geäußert.