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Natalie und Peter Sunkler gut dabei

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Natalie und Peter Sunkler aus der Scheffau zeigten bei der Mountain Attack in Saalbach-Hinterglemm starke Leistungen. (Foto: Nock)

Die Mountain Attack in Saalbach-Hinterglemm gehört zu den prestigeträchtigsten Veranstaltungen in der Skibergsteigerszene. Sie gilt auch als eines der härtesten Rennen in den Alpen. Zum Jubiläum hatten die Veranstalter alle Sieger der vergangenen 20 Jahre eingeladen. Der Siegerin der Premierenveranstaltung im Jahr 1999, Kathi Stangassinger aus Bischofswiesen, kam die große Ehre zu, mit all den Legenden auf dem Podium stehen zu dürfen.


Natalie und Peter Sunkler aus der Scheffau schlugen sich in einem hochkarätigen Feld hervorragend und präsentierten den Berchtesgadener Talkessel bestens. Beide gingen auf der mittleren Distanz mit vier Gipfeln über einen Höhenunterschied von 2 036 Metern an den Start. Auf sehr hartem Untergrund wartete zuerst der Schattberg, der das Feld gleich einmal auseinanderriss. Der pickelharte Untergrund und die Bedingungen insgesamt ließen auf ein schnelles Rennen schließen, da schon am Westgipfel des Schattbergs Rekordzeiten purzelten. Der steile und rutschige Untergrund ließ so manchen Teilnehmer verzweifeln, die meisten hantierten mit Harscheisen.

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Die Sunklers reihten sich in ihren Klassen im vorderen Bereich ein und gingen das hohe Tempo bis zum Schluss mit. Bei den waghalsigen Abfahrten mit sehr hohen Geschwindigkeiten wurde in den Abendstunden mit Stirnlampen um Sekundenbruchteile gekämpft. Wer nicht mit vollem Risiko abgefahren ist, hatte mit der Spitze nichts zu schaffen. Natalie Sunkler erreichte den fünften Platz, Peter Sunkler war um sieben Minuten schneller als im letzten Jahr und reihte sich in einem starken Feld an der 17. Stelle ein. Gut schlug sich auch Susi Lenz vom SK Ramsau, die Zwölfte wurde.

Theresa Grassl aus der Ramsau kam auf der Sprintdistanz, dem sogenannten Schattberg Race über 1 000 Höhenmeter, auf einen tollen sechsten Platz, obgleich sie noch grippegeschwächt war. Einen Platz vor ihr landete Annemarie Palzer auf Rang fünf und krönte somit das starke Abschneiden der Berchtesgadener Skibergsteiger.

Auf der Königsdistanz, der Marathonstrecke mit 40 Kilometern und 3 010 Höhenmetern unterbot der Italiener Michele Boscacci in 2:18 Stunden den Rekord von Toni Palzer aus dem Vorjahr. Doch Palzer, der sich heuer voll und ganz auf den Gesamtweltcup konzentriert, hatte dabei weit schlechtere Bedingungen und wird sich diesen Rekord sicher einmal zurückholen. Ausdauerspezialist Martin Nock, der als Betreuer dabei war, zeigte sich von den Leistungen der Berchtesgadener Skibergsteiger beeindruckt. cw