Nachbarschaftsstreit in Rosenheim: Feuerwehr im Einsatz

Blaulicht Polizei
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Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Rosenheim – Die Rosenheimer Polizei wurde über einen Nachbarschaftsstreit in der Traberhofstraße verständigt, bei dem auch Reizgas versprüht worden sein soll. Die Feuerwehr musste anrücken, gegen eine 53-Jährige und einen 45-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.


Die Beamten betraten das Mehrfamilienhaus und konnten bereits im Treppenhaus beißenden Pfefferspraygeruch wahrnehmen. Die Bewohner wurden gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben, um eine Schädigung ihrer Gesundheit zu vermeiden. Anschließend wurde die Rosenheimer Feuerwehr alarmiert, die das Treppenhaus mit technischem Gerät lüften konnte; ein Betreten des Gebäudes war daraufhin wieder möglich.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, soll eine 57-jährige Bewohnerin bei ihrem 22-jährigem Nachbarn geklopft haben. Nach Öffnen der Tür sprühte die Frau ihrem Nachbarn sofort mit Reizgas ins Gesicht und lief wieder zurück in ihre Wohnung. Kurz darauf soll sie erneut die Wohnung verlassen haben und weiteren Reizstoff im gesamten Treppenhaus verteilt haben. Mehrere Bewohner bekamen den Streit mit, liefen ins Treppenhaus und atmeten den Reizstoff ein. Der Polizei sind aktuell zehn leicht verletzte Bewohner bekannt, die vom verständigten Rettungsdienst medizinisch versorgt wurden.

Dem Einsatz von Reizstoff soll zudem ein weiterer Streit vorausgegangen sein. Zeugen schilderten, dass ein 45-jähriger Bewohner auf andere Nachbarn mit den Füßen eingeschlagen habe. Die Rosenheimer Polizei hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die 53-Jährige eingeleitet. Auch gegen den 45-Jährigen laufen Ermittlungen wegen Körperverletzung. Geklärt werden muss ebenfalls, inwieweit die Taten in Verbindung stehen und was konkret der Auslöser für die Taten waren. Beim verwendeten Reizstoff handelte es sich um ein sogenanntes Tierabwehrspray. Die genauen Verletzungsbilder der Beteiligten sowie der Mitbewohner wird außerdem von der Polizei untersucht.

fb/red