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Nach Obama-Rede: Merkel hofft auf Freihandelsabkommen

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft nach der Rede von US-Präsident Barack Obama auf den möglichst schnellen Beginn von Verhandlungen über eine riesige Freihandelszone zwischen Europa und den USA.

Ziel der Bundesregierung sei, bis Mitte des Jahres die Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

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Obama hatte sich in der Nacht zum Mittwoch in seiner Rede zur Lage der Nation zu Gesprächen über eine umfassende Handels- und Investitionspartnerschaft mit der EU bereiterklärt. Über eine Freihandelszone der beiden weltweit wichtigsten Wirtschaftsräume wird bereits seit Jahren diskutiert. In den vergangenen Wochen machten vor allem die Europäer wie Merkel oder der britische Premierminister David Cameron Druck, endlich mit konkreten Verhandlungen zu beginnen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte am Mittwoch ebenfalls: «Ich hoffe, dass hier zügig Nägel mit Köpfen gemacht werden können.» Mehr Handel und Investitionen könnten auf beiden Seiten des Atlantiks ein «Motor für Wachstum» ohne neue Schulden sein. Regierungssprecher Seibert sprach ebenfalls von einem «wertvollen Beitrag für mehr Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten des Atlantiks».

Die EU-Kommission kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme «zu einer wichtigen transatlantischen Handelsinitiative» an. Eigentlich hätte eine europäisch-amerikanische Arbeitsgruppe bereits im vergangenen Jahr dazu einen Bericht vorlegen sollen. Die Verhandlungen über solche Abkommen sind in der Regel kompliziert und dauern Jahre. Dabei geht es nicht nur um den Abbau von Zöllen, sondern insbesondere auch die Festlegung von Produktstandards.