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Nach einem enttäuschenden Jahr soll es wieder aufwärts gehen

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Der Traunsteiner Daniel Bichlmann bereitet sich gerade auf die aktuelle Saison vor. Er hat sich für 2016 einiges vorgenommen. (Foto: Team Stradalli Bike-Aid)

Grund zur Freude hat Daniel Bichlmann. Denn der Traunsteiner wird auch in der neuen Saison als Berufsradfahrer starten. »Ich konnte meinen Vertrag beim Team Bike-Aid-Ride for Help verlängern«, erzählt er stolz. »Und nun gehe ich in die dritte Saison mit dieser internationalen Gruppe.«


Allerdings wird sich in der neuen Saison der Name des Teams ändern. »Durch den Zugewinn eines finanzstarken Sponsors aus den USA startet die Mannschaft in diesem Jahr unter den Namen Stradalli-Bike-Aid«, informiert er. »Die Grundausrichtung des Teams zur Förderung des Radsports in Afrika bleibt jedoch unverändert«, fügt er hinzu. So werden also wieder neben einigen deutschen Fahrern, Fahrer aus Eritrea, Tansania, Ruanda, Togo im Aufgebot stehen.

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Jahresausklang war versöhnlich

Für die neue Saison ist Bichlmann jedenfalls voll motiviert – vor allem, nachdem es zuletzt nicht so rund für ihn gelaufen ist. »Nach einem sehr durchwachsenen Frühjahr und dem Schlüsselbeinbruch im August war das Jahr sportlich doch recht enttäuschend«, fasst er zusammen. »Meine gute Herbstform konnte ich weder bei der Tour of Almaty in Kasachstan noch bei dem französischen Klassiker Paris-Bourges unter Beweis stellen.« Er sei vom Pech verfolgt gewesen.

Zumindest der Jahresausklang war versöhnlich. Bei der Inzeller Mountain-Bike-Challenge betrat Bichlmann »völliges Neuland« – aber das gleich mit Erfolg. »Mit einem dritten Platz auf der Langstrecke erreichte ich ein recht überraschendes und zufriedenstellendes Resultat vor heimischer Kulisse«, freute er sich.

Danach ging es für ihn noch in die Türkei, um sich dort auf die achttägige Tour of Rwanda in Zentralafrika vorzubereiten. Bei der Tour lief es zunächst aber nicht rund. Nachdem sich Bichlmann ausgiebig auf den Prolog vorbereitet hatte, belegte er bei diesem nur den enttäuschenden 11. Platz. »Ärgerlicherweise musste ich mit einer frühen Startzeit auf nasser Straße fahren, die stärkste Konkurrenz starteten später bei trockenen Bedienungen.« Im weiteren Verlauf der Rundfahrt erfüllte der Traunsteiner dann seine Teamaufgaben. »Ich pilotierte meinen eritreischen Teamkapitän Megseb Debesai zu zwei Etappensiegen.«

Bichlmann selbst gelang auf der vierten Etappe (180 km) mit dem vierten Platz ein Ausrufezeichen. »Sturzfrei und als Teil einer erfolgreichen Mannschaft konnte ich die vergangene Saison so noch recht versöhnlich beenden«, zieht er sein Fazit.

Nun steckt er bereits mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Das erste Trainingslager in Miami/Florida stand vor Weihnachten auf dem Plan. »Im Vordergrund standen sehr lange Grundlagenausdauer-Einheiten und viel Organisation«, betont er. Aktuell bereitet sich Daniel Bichlmann auf Mallorca weiter vor. Auf der spanischen Insel geht es bereits Ende Januar bei der Mallorca Challenge mit dem ersten Wettkampf los. »Beim Auftakt der europäischen Straßensaison werde ich meine ersten Wettkampfkilometer sammeln«, freut er sich schon. »Gegen die absolute Weltklasse (Alessandro Valverde, Nairo Quintana, John Deggenkolb, Anm. d. Red.) werde ich schnell sehen, ob sich das Wintertraining gelohnt hat.«

Strammes Programm in den nächsten Monaten

Im Februar geht es dann gleich weiter. »Bei etlichen namhaften spanischen Rennen werde ich weitere Gelegenheiten bekommen, mich und mein Team bestmöglich zu präsentieren.« Im März würde der Traunsteiner dann eventuell noch gerne die Tour du Cameron in Angriff nehmen. Daran hat er beste Erinnerungen, schließlich feierte er bei diesem Rennen 2014 mit einem Etappensieg seinen bisher wohl größten Erfolg.

»Danach steht etwas Erholung auf dem Programm, um mit geladenen Akkus in die weitere Saison zu gehen«, betont der Profi. Und, fügt Bichlmann hinzu: »Vielleicht erwische ich ja in den kommenden Monaten den großen Tag auf den jeder Sportler – viele ihre gesamte Karriere lang – warten ...« SB