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Nach der Krankenstation ist vor dem Kindergarten

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Die Einheimischen in Basid/Bartangtal sind sehr dankbar für die seit Jahren anhaltende Hilfe aus Berchtesgaden. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Eigentlich ist die neue Krankenstation im tadschikischen Basid inklusive Einrichtung bereits fertig. Doch mit der offiziellen Einweihung wollen die Einheimischen warten, bis eine Delegation des Berchtesgadener Vereins Pamir-Hilfe im August zur Feier anreist. Mit dabei natürlich wieder die Vereinsgründer Peter und Gisela Bondes, die den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung des Vereins in Schönau am Königssee von den Hilfsprojekten im Bartangtal erzählten.


»Die Krankenstation steht, die Einrichtung ist auch fertig«, berichtete Peter Bondes. Nun will man noch einen Trinkwasserbrunnen bauen, denn das Wasser aus dem benachbarten Bartang-Fluss ist extrem sandig und nicht genießbar. Und weil noch etwas Geld übrig ist, soll als nächstes größeres Projekt der Bau eines Kindergartens in Angriff genommen werden. »Den wünschen sich die Einheimischen, denn bislang gibt es dafür lediglich ein Zimmer in der alten Schule«, sagte der Vorsitzende.

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Helfen will der Verein auch tadschikischen Kindern, die an Hüftdysplasie, einer angeborenen Fehlstellung des Hüftgelenks, leiden. Hier wollen sich die Kinderklinik Aschheim und die Schön Klinik in Schönau am Königssee mit Dr. Andreas Leidinger engagieren.

Abgeschlossen ist bereits der Bau von Toiletten mit spezieller Technik zur Belüftung. Nun plant man noch die Errichtung eines Saunahauses mit Duschen. »Denn bislang gibt es im ganzen Dorf keine einzige Dusche«, weiß Peter Bondes. Der wird mit seiner Frau Gisela und weiteren Vereinsmitgliedern im August zur offiziellen Eröffnung der Krankenstation erneut die dreitägige strapaziöse Reise nach Basid in Angriff nehmen.

Keine Gegenstimme gab es bei der Entlastung der beiden Vorsitzenden Peter Bondes und Simon Wagner. Gleichzeitig schenkten die Vereinsmitglieder den beiden für eine nächste Amtszeit ihr Vertrauen. Einstimmig fiel auch auf Antrag der Kassenprüfer Dorothee Schiegnitz und Max Seidl die Entlastung von Kassierin Gisela Bondes aus. Gisela Bondes hatte zuvor die Verwendung der Gelder erläutert und auch die wichtigsten Unterstützer genannt. Dazu zählen unter anderen der Eine-Welt-Kreis Oetwil in der Schweiz, das Gymnasium Berchtesgaden, »Apotheker helfen«, die Frauenbünde Unterstein, Berchtesgaden und Marktschellenberg sowie die Gruppe »Tee nach Sieben«. Über deren finanzielle Engagements ist man im Verein froh. »Denn viel Geld floss bislang in die Gehälter der Arbeiter, die die neue Krankenstation bauten«, erklärte Gisela Bondes. Ulli Kastner