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Nach Baukran-Unglück laufen die Ermittlungen weiter

Bad Homburg (dpa) - Nach dem Kran-Unfall in Bad Homburg mit einer Toten geht die Suche nach der Ursache weiter. Mitarbeiter von Polizei, Amt für Arbeitsschutz und Tüv seien am Unglücksort, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Die Ermittlungen könnten noch Tage dauern.

Bergungsarbeiten der Feuerwehr
Mit einem extra angeforderten Spezialfahrzeug hatten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk den umgestürzten Baukran angehoben. Erst dann konnten die Einsatzkräfte unter dem Kran nach Verschütteten suchen. Foto: Daniel Reinhardt Foto: dpa

Bei dem Unfall am Mittwoch war gegen Mittag ein Baukran umgestürzt und auf einen Aldi-Markt gekracht. Sieben Menschen wurden dabei nach neuesten Angaben der Polizei verletzt. Eine 45 Jahre alte Frau, die nahe der Kasse stand, kam ums Leben. Die Polizei hatte ihr Alter am Mittwoch noch mit 46 Jahren angegeben. Die Mutter der Getöteten, eine 74-Jährige, und der 58-jährige Kranführer wurden außerdem schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht.

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Das Bauunternehmen, das den Kran auf einer Baustelle auf dem Nachbargrundstück eingesetzt hatte, teilte mit, es arbeite gemeinsam mit den Gutachtern an der Klärung der Unfallursache. Vor dem Unglück habe es keine Anzeichen für Mängel an dem Kran gegeben. Man bedauere den fürchterlichen Unfall zutiefst.

In der Nacht zum Donnerstag konnten die Bergungsarbeiten beendet werden. Es wurden keine weiteren Opfer entdeckt. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten sich rund 40 Kunden und Angestellte in dem Markt aufgehalten.

Die Feuerwehr befürchtete anfangs, dass sich unter den Trümmern weitere Menschen befinden. Erst mit einem Spezialfahrzeug konnten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk am Mittwochabend den umgestürzten Baukran anheben und nach weiteren möglichen Opfern suchen.