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»Musiksommer« verabschiedet Augustin Spiel

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Bei der Verabschiedung von Augustin Spiel aus dem Leitungsteam des Musiksommers zwischen Inn und Salzach freuten sich (von links) Oberbürgermeister Christian Kegel, Edeltraud und Augustin Spiel sowie der Vorsitzende des Musiksommers, Altlandrat Hermann Steinmaßl. (Foto: Giesen)

Vor dem triumphalen Eröffnungskonzert der Grassauer Bläser in der renovierten Klosterkirche verabschiedete der Vorsitzende des »Musiksommer zwischen Inn und Salzach«, Altlandrat Hermann Steinmaßl, einen Mann, der die erfolgreiche Reihe der Konzerte des Musiksommers mit gegründet hat und - seit 30 Jahren – unermüdlich bei der Programmgestaltung mitgearbeitet hat: Augustin Spiel.


Insgesamt 1100 Konzerte hat er, anfangs zusammen mit Helmut Wittmann und dem früh verstorbenen Christian Günther, seit mehreren Jahren mit dem künstlerischen Leitungsteam mit Bernadette Osterhammer und Thomas Hartmann, im Rahmen des Musiksommers organisiert. Dabei stellte Gustl Spiel immer hohe Ansprüche an den Zusammenklang und die Qualität der ausführenden Musiker, Komponisten und die Konzertstätten von Jahrhunderte alten Kirchen und Schlössern, so Steinmaßl. Hinzu sei stets Augustin Spiels engagierte Betreuung der Musiker vor Ort gekommen. Obwohl noch keine sichtbar unbedingte Notwendigkeit für seinen Rückzug besteht, will Augustin Spiel, der auch Leiter der Musikschule Traunstein war, sich nun aus dem Leitungsteam verabschieden. Das Programm im 30. Jubiläumsjahr des Musiksommers in 2020 hat er noch vollständig mitgestaltet.

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Als Zeichen des Dankes überreichte Hermann Steinmaßl einen Blumenstrauß an Edeltraud Spiel für die stete Unterstützung der Musiksommer-Aktivitäten ihres Ehemanns. Augustin Spiel bekam ein Porträt von sich selbst des bekannten Künstlers Walter Angerer der Jüngere überreicht und vom Kulturbeauftragten des Landkreises, Christian Hussmann, eine bayerische Brotzeit mit Bierflaschen und liebevoll aus Brezenteig gebackenen Violinschlüsseln.

In seinen Dankesworten betonte Augustin Spiel, dass er die künstlerische Leitung des Musiksommers immer mit Freude gemacht habe, wobei die vielschichtigen Begegnungen mit Künstlern, Publikum und vor allem der Musik das schönste Erlebnis war. Dass jedes Konzert akribisch vorbereitet werden müsse, verstehe sich von selbst, dass aber Petra Eisert und Christian Hussmann in der Geschäftsstelle so viel verwaltungstechnischen Einsatz und Engagement geleistet hätten, sei nicht selbstverständlich. Abschließend wünschte er dem »Musiksommer zwischen Inn und Salzach«, dass er »im immer härter werdenden Wettbewerb des sich mehr und mehr trivialisierenden Musikmarktes bestehen kann und seine Identität Bestand hat«.

Über das nachfolgende Konzert mit dem Grassauer Blechbläser Ensemble unter der Leitung von Wolfgang Diem im neuen Kulturforum der Klosterkirche Traunstein berichten wir noch.

Christiane Giesen

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