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Musikalische Schelme: Tex Orange im NUTS

Zum Scherzen aufgelegt das war die Band auf sympathische Art und Weise. Tex Orange spielte bei ihrem Auftritt im Traunsteiner Tres keine 08/15-Versionen von bekannten und auch nicht so bekannten Rockballaden, sondern die Musiker neckten an diesem Abend die Zuhörer mit so manch einem Schelmenstreich. Ein paar eindeutige »Smoke on the Water«-Stampf-Riffs etwa brachten schon das Blut in Wallung, schlugen dann aber einen Haken und verschwanden in einem anderen Song. Der Song »Kiss« von Prince kam nicht wie üblich im Sexy-Funky-Stile auf die Bühne stolziert, sondern klang nach einer längeren Beziehung. Das »House in New Orleans« wurde auf Punk geknetet, und bei »Lay down Sally« fand die Band für einen Moment nicht mehr zusammen, und man betätigte die Band-interne Notabschaltung. Das hat aber alles nichts gemacht, denn die Band hatte sich gleich zu Beginn für die fehlende Probenzeit entschuldigt und es sich zudem auch nicht gerade leicht gemacht. Heraus kam an diesem Abend auf alle Fälle viel Amusement, das den unorthodoxen musikalischen Einfällen der virtuosen Musiker geschuldet war. Barbara Heigl


 
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