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Münchner stürzt am Rinnkendlsteig 60 Meter ab und bricht sich den Arm

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Wanderer stürzt am Rinnkendlsteig ab und bricht sich Arm – Bergwacht mit Heli am Königssee im Einsatz
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Ein Bergsteiger aus München stürzte Donnerstag mittags am Rinnkendlsteig rund 60 Meter tief ab; sein Sturz wurde erst von mehreren hervorstehenden Felsen aufgehalten. Die Bergwacht flog den schwer Verletzten per Helikopter und am Rettungstau vom Königssee aus. Foto: Leitner, BRK BGL

Schönau am Königssee/Bad Reichenhall – Vier Stunden lang waren die Bergwachten am Donnerstag Nachmittag für zwei verletzte Wanderer im Einsatz: Gegen 12.15 Uhr war ein 34-jähriger Münchner vom Rinnkendlsteig oberhalb des Königssees rund 60 Meter tief über ein Schneefeld abgerutscht und in Schrofen eingeschlagen. Gegen 14 Uhr ging ein weiterer Notruf vom Zwiesel-Mulisteig ein, wo ein 58-Jähriger aus dem Salzburger Land aufs Knie gestürzt war und über sehr starke Schmerzen klagte.

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Der 34-Jährige wollte in der Mittagszeit von der Halbinsel Hirschau nach Kühroint wandern. Der Münchner war rund 250 Meter oberhalb des Königssees auf einem Schneefeld ausgerutscht und rund 60 Meter tief in einen Graben abgerutscht – Felsschrofen verhinderten den weiteren Absturz des Bergsteigers.

Der Mann hatte sich nach erster Einschätzung schwer am Arm verletzt, konnte selbst aber noch einen Notruf absetzen und wurde von einem weiteren Wanderer erstversorgt, der auch die Einsatzkräfte beim Anflug einwies. Mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ flogen eine Notärztin und ein Berchtesgadener Bergretter am 50-Meter-Tau zur rund eine dreiviertel Stunde von Sankt Bartholomä entfernten Unfallstelle.

„Christoph 14“ flog den Mann im Rettungssitz zusammen mit der Ärztin nach Sankt Bartholomä, wo er weiter medizinisch versorgt wurde. Der Heli holte in der Zwischenzeit den Bergwachtmann per Tau ab, den dann die Berchtesgadener Wasserwacht mit ihrem Boot von der Hirschau zur Seelände zurückbrachte.

Schwerer Sturz am Zwiesel-Mulisteig

Der Hubschrauber wurde von der Berchtesgadener Bergwacht nachgetankt, flog den Verletzten direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall und musste im Anschluss sofort weiter zum Zwiesel, wo bereits zehn Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing zusammen mit dem Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt zu Fuß über den Mulisteig zur zweiten Unfallstelle am unteren Ende des Almhangs aufgestiegen waren und den dortigen Patienten versorgten.

Der 58-Jährige war oberhalb der Abzweigung zum Blausteig in Richtung Staufen-Barthmahd gestolpert und aufs Knie gestürzt und klagte über sehr starke Schmerzen. Der Pilot flog vom Landeplatz in der Hochstaufen-Kaserne nur noch die Notärztin zusammen mit einem Luftrettungssack zum Unfallort; die Retter vor Ort lagerten den 58-Jährigen um und kümmerten sich um die Schmerzbekämpfung.

Danach gings am 50-Meter-Tau liegend zusammen mit der Ärztin ins Tal und per Rettungswagen weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Bergwacht stieg zu Fuß wieder bis zur Forststraße an der Dreiviertelstunden-Tafel ab und fuhr zurück zur Wache. red/BRK BGL