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Mühlberger Waldweihnacht zog viele Besucher an

Waging am See. Weihnacht mitten im Wald, in der idyllischen Umgebung der Wallfahrtskirche – das ist jedes Jahr wieder der ideale Schauplatz für die Mühlberger Waldweihnacht. Und diese lockte unzählige Besucher aus nah und fern an.

Der Fridolfinger Rhythmuschor sang bei der Mühlberger Waldweihnacht. (Foto: FDL/Lamminger)

Im Zentrum der Aktivitäten stand die Waldbühne, auf der all die Akteure ihre Darbietungen zeigten. Eingestimmt wurden die Besucher der Veranstaltung von Christine und Willi Huber, die der diatonischen Ziach vorweihnachtliche Klänge in Perfektion entlockten. Ganz kurzfristig hatten die Veranstalter noch zusätzlich die St. Leonharder Kinder mit ihrem selbstverfassten und choreographierten Krippenspiel gewinnen können. Dieses Stück, das von einem ganz besonderen Engel handelt, ist von den kleinen Darstellern mit viel Charme und Witz aufgeführt worden.

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Rosi Hofmann und ihre Flötenschüler verzauberten die vielen Zuhörer mit weihnachtlichen Melodien. Die Kindergruppe des Trachtenvereins, angeleitet von Elisabeth Wildenhof und Alois Babinger, trug ihr Hirtenspiel vor. Die jungen Schafhirten und das heilige Paar benötigten schier das ganze Areal um die Bühne herum, schließlich ist auch das Gebiet, in dem sich die weihnachtliche Geschichte zugetragen hat, bekanntlich sehr weitläufig. Mit der von der Firma Schalltronic bereitgestellten Technik in Form von Funkmikros und Headsets war dies jedoch kein (akustisches) Problem.

Die Jugendbläser der Blaskapelle Waging unter Leitung von Claudia Huber erfüllten den Wald mit vorweihnachtlicher Stimmung. Danach kam die »halbe Stunde« der kleinen Gäste. St. Nikolaus betrat den langsam in die Dämmerung versinkenden Wald, natürlich mit seinem stetigen Begleiter, dem Krampus, an der Seite. Im Umfeld der Bühne war nun kein Durchkommen mehr möglich; denn die vielen Kinder lauschten gespannt den netten, aber auch tiefgründigen Worten des Bischofs. Mit großen leuchtenden Augen nahmen die Kinder aus der Hand des Krampus ihr kleines Geschenk an. So mancher aber zog es doch vor, diesen finsteren Gesellen lieber nicht anschauen zu müssen; da mussten dann halt die Mama oder der Papa als Beistand mitgehen.

Mit dem Rhythmus-Chor Fridolfing bekamen die Zuhörer ein weiteres musikalisches Highlight geboten. Die Damen und Herren des Chors wurden am Keyboard begleitet und begeisterten mit rhythmischen Liedern. Helmut Loipfinger, der wie jedes Jahr seine eigene Auffassung des Zeitgeschehens in eine Geschichte verpackte, bildete den Abschluss der Aufführungen der diesjährigen Waldweihnacht. Alle Akteure wurden von dem großen Publikum mit riesigem Applaus gewürdigt.

Die durchdachte Organisation sowie die vielen Helfer aus den Reihen des Sportvereins, vor allem der Skiabteilung, haben es wieder einmal geschafft, die Menschen an einem herrlichen Ort zusammenzuführen. Das unwegsame Gelände stellt jedes Jahr eine neue Herausforderung an die »Macher« um Chef-Organisator Beppo Hofmann. Dieser erzählte, dass gerade heuer seine Mitstreiter viel leisten mussten, da er selber erst in der Nacht zum Sonntag von einem Turnwettkampf in Westfalen zurückgekommen war. Dort waren zwei Waginger Kunstturnerinnen bei einem Aufstiegswettkampf der deutschen Turnliga im Einsatz gewesen.

Dass die Krippenausstellung in der Kirche heuer erstmals nicht stattfand, machte sich kaum bemerkbar. Organisatorin Andrea Hofmann stellte heuer nur die zwei Mühlberger Kirchen-Kripperl zur Schau. Jedoch möchte sie im nächsten Jahr wieder die vielen Darstellungen um Jesu Geburt aufbauen, die es in den letzten Jahren bei der Waldweihnacht immer zu sehen gegeben hatte. Schon jetzt die Anregung: Wenn jemand 2014 seine Krippe präsentieren möchte, möge er sich mit Andrea Hofmann in Verbindung setzen. he