Mit unorthodoxer Spielweise zum Sieg

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In der Schlussphase der Partie des SG Schönau gegen den TSV Peterskirchen konnte selbst Abwehrchef Florian Popp keinen Sieg mehr herausholen. (Foto: Christian Wechslinger)

Nach einem guten Saisonstart musste die SG Schönau in den letzten beiden Spielen fünf Punkte abgeben. Das Team der SG Schönau verspielte seine gute Ausgangsposition. Zu allem Übel unterlag es am Sonntag im Alpenstadion auch noch Tabellenführer TSV Peterskirchen in einem so genannten Sechspunktespiel mit 1:2. Dabei war die SG Schönau keineswegs die schwächere Mannschaft, die Gastgeber gingen sogar in Führung, mussten dann aber zwei Gegentreffer hinnehmen. Und das obwohl sich die SG Schönau sogar mehr Chancen erspielte als der Gegner. Offenbar aber hatte die SG Schönau kein Glück. Der Torerfolg zum Sieg blieb aus. Rund 200 Zuschauer – darunter viele Fans aus Peterskirchen – verfolgten das Spitzenspiel der Kreisliga zwischen dem Verfolger SG Schönau und dem Tabellenführer TSV Peterskirchen.

Viele Torchancen der SG

Die Gastgeber starteten vehement. Bereits in den ersten Spielminuten gab es Tormöglichkeiten durch Daniel Maier, Sebastian Wessels und Stefan Weinbuch. Trotz der Torchancen der SG Schönau hielten die Gäste dagegen. Peterskirchen agierte aus einer kompromisslosen Abwehr, die jeden Ball steil nach vorne jagte. Im Vertrauen auf torgefährliche Offensivspieler sollte diese Marschroute am Ende aufgehen. Freilich kam den Gästen auch zu Gute, dass die Mannschaftsstützen aus der Schönau, Daniel Widl und Toni Hölzl, aus beruflichen Gründen und verletzungsbedingt fehlten.

Nachdem das erste »Pulver« verschossen war, verflachte die Begegnung etwas, nahm dann jedoch wieder Fahrt auf. Peterskirchen blieb seiner Marschroute »kick and rush« treu. Die Gastgeber erspielten sich jedoch weiterhin viele Chancen. Stefan Weinbuch scheiterte am Torhüter und auch ein Nachschuss von Raphael Handke landete nicht im Tor. Die Schönauer Abwehr hatte die Offensive aus Peterskirchen gut im Griff.

Nach rund einer halben Stunde sah es gut für die SG Schönau aus. In der 31. Minute brachte ein sehenswerter Angriff Sebastian Wessels' die SG in Führung. Er spielte gekonnt auf Daniel Maier, der sich mit seinem technischen Können vor der Grundlinie durchsetzte und Stefan Weinbuch bediente. Seinen Schuss wehrte der Gästetorhüter noch ab. Doch Raphael Handkes Scharfschuss unter die Latte war nicht zu halten.

Mit der Führung der SG Schönau schien der Plan aufzugehen. Auch weil die Gastgeber schon zuvor gute Chancen hatten. Der TSV Peterskirchen jedoch hielt dagegen. Die Mannschaft versuchte immer wieder Freistöße zu bekommen.

In der 41. Minute dann führte eine Freistoßsituation zum Ausgleich. Christoph Ortner ließ Schönaus Schlussmann Christian Thurner mit seinem Kopfball keine Chance. Die Mannschaften gingen mit einem 1:1 in die Pause.

Christoph Ortner trifft erneut

In der zweiten Halbzeit dann blieb Peterskirchen seiner spielerischen Linie treu und versuchte sein Glück mit hohen kompromisslos nach vorne gedroschenen Bällen. In der 76. Minute erspielten sich die Gäste dann das 2:1. Der Torschütze war erneut Christoph Ortner. Er traf mit einem Kopfball. Für die Schönauer war das unorthodoxe Angriffsspiel der Gäste schwer zu verteidigen.

In der Schlussphase setzte die SG Schönau ihre Kräfte vorne ein und setzte den Gast unter Dauerdruck. Doch immer wieder war der TSV Peterskirchen im Spiel. Wenn dann einmal ein Ball die dichte Abwehr passierte, hatte der Torhüter auch noch das Glück auf seiner Seite. So verteidigte der Tabellenführer den 2:1-Vorsprung bis zum Spielende. Das Team und die Fans aus Peterskirchen feierten den Sieg wie einen Meistertitel.

»Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Alle Spieler haben sich voll eingesetzt, sind jedoch an zwei Standards gescheitert«, so kommentierte der ernüchterte SG-Trainer Thomas Meißner das Spiel.

SG Schönau: Christian Thurner; Florian Popp, Lukas Laue, Lukas Klaus. Michael Hirtl-Stanggaßinger, Stefan Weinbuch, Justin Stromitzky (52. Markus Lochner), Korbinian Burger, Daniel Maier, Sebastian Wessels, Raphael Handke (52. Rade Kocic). cw