weather-image
26°

Mit müheloser Leichtigkeit Grenzen überwunden

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Über ein Benefizkonzert der Superlative mit Asher Fisch (von links), Felicitas Fuchs und Stefanie Iranyi freuten sich die Gäste im Haus Sawallisch. (Foto: Benekam)

»Uns verbindet soziales Engagement, Musik und Sport«, stellte Paul Bischof, Vorsitzender der Wolfgang-Sawallisch-Stiftung bei seiner Begrüßungsrede des Benefizkonzerts zugunsten des Vereins zur Förderung von Special Olympics Bayern im Kammermusiksaal des Sawallisch-Anwesens in Grassau fest.


Während dem großen Dirigenten Wolfgang Sawallisch die Förderung junger, begabter Musiker am Herzen lag, so setzt sich der Verein zur Förderung der Special Olympics, dessen Vorsitzender S.k.H. Prinz Leopold von Bayern ist, in der weltweit größten Behinderten-Sportbewegung für Inklusion ein. Beides sei wichtig, so Bischof. Mit den Einnahmen des Benefizkonzerts, dessen Gestaltung der Starpianist und Dirigent Asher Fisch und die Mezzosopranistin Stefanie Iranyi übernommen haben, soll die ärztliche Betreuung der Athleten der Winter-Spiele im Januar 2019 in Reit im Winkl mitfinanziert werden.

Anzeige

Ein weiterer gemeinsamer Aspekt, sowohl im Behindertensport, als auch in der Musik, ist das Überwinden von Grenzen. Die beiden Musiker hatten sich, wie die begeisterten Zuhörer erlebten, in ihrer Kunst besonders hohe Ziele gesetzt und diese mit müheloser Leichtigkeit spielend erreicht. Zur Einstimmung auf den musikalischen Abend begrüßten die Schlechinger Alphornbläser die Gäste mit imposanten, alpenländischen Klängen. Im ersten Programmteil erklangen bekannte Opern-Arien: »Non piu di fiori« aus »La clemenza di Tito« und »O don fatale« aus »Don Carlos« von Mozart, »Seguidilla« und »Habanera« aus »Carmen« von Georges Bizet und »Fia dunque vero« aus »La favorita« von Gaetano Donizetti.

Die Art, wie Asher Fisch die Mezzosopranistin begleitete, ließ keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass die beiden nicht nur auf der Bühne ein eingespieltes Team sind. Punktgenaue Einsätze, schwebende Übergänge und spürbarer gegenseitiger Respekt vor der jeweiligen Glanzleistung machten neben hoch virtuosem Klavierspiel und einem großartig geführten und wohlklingenden Mezzosopran die Werke zu einem Hochgenuss.

Dieser steigerte sich sogar noch, als sich – für das Publikum völlig überraschend – die Dame, die Fisch am Klavier das Notenheft umgeblättert hatte, erhob, um mit ihrer Freundin »Barcarolle« aus Offenbachs Oper »Le contes d‘ Hoffmann« und das Blumenduett aus »Lakme« von Leo Delibes zum Besten zu geben. Ein Erlebnis war auch das »Rigoletto Paraphrase«, in dem Franz Liszt drei Themen aus Verdis Rigoletto verarbeitet hat und welches Asher Fisch als glanzvolles Virtuosenstück in großartiger Interpreta-tion kredenzte.

Im zweiten Konzertteil gab es wunderbare »Schmachtlieder« aus der Filmmusik der 60er Jahre. Mit unvergessenen Hits wie »Meine Lippen, sie küssen so heiß«, »Ein Freund, ein guter Freund«, oder »Musik! Musik! Musik!« feierten die Gäste im Haus Sawallisch gerne ein Wiedersehen, oder besser gesagt ein Wiederhören. Entsprechend euphorisch war am Ende auch die Stimmung, sodass es stehende Ovationen für die drei Star-Musiker gab. Als Dankeschön für den großen Beifall spielten sie eine Zugabe, wie sie schöner nicht hätte sein können: »Der Abendsegen« aus Humperdincks Oper »Hänsel und Gretel«. Kirsten Benekam