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Mit Konzentration und Spurtreue zum Titel

Nach der neuesten Fassung der SV-Prüfungsordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen und »Satzung zur Vereinsmeisterschaft« der Ortsgruppe Berchtesgaden wurde dieser Übungstag unter Prüfungsbedingungen durchgeführt. Eine Umbesetzung gab es im Bereich des Richters. Ehrenrichter Ernst J. Rettensberger übernahm dieses Amt von Sepp Threimer, der nach über 25 Jahren anlässlich seines 70. Geburtstages sein Amt niederlegte.

Eine ausbildungsintensive Zeit liegt hinter den Mitgliedern des Schäferhundevereins Berchtesgaden und ihren tierischen Gefährten. Ihr erworbenes Können bewiesen sie nun in der Vereinsmeisterschaft. Fotos: privat

Bei schönstem Herbstwetter trafen sich die Starter der Fährten in den Morgenstunden auf dem Fährtengelände am Dietfeld. Die Arbeit des Fährtenlegers teilten sich in diesem Jahr Gabi Kurz und Horst Vorderstemann. Es standen insgesamt eine Gebrauchshundeprüfung 1 und drei Fährtenprüfungen 1, eine Gebrauchshundeprüfung 2, eine Fährtenprüfung 2 und eine Fährtenhundprüfung an.

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Es erfordert vom Hund sehr viel Konzentration und Nasenarbeit, die Spur mit Richtungsänderungen entlang der vorgegebenen Geruchsschwelle zu finden. Gabi Kurz sicherte sich mit ihrer Topsi in der Fährtenhundprüfung den Pokal für die beste Tagesfährte.

Im Anschluss wurden auf Deutschlands höchstgelegenem Hundeausbildungsplatz in Loipl die Unterordnungen der Begleithunde, der Gebrauchshunde 1 und 2 und der Schutzdienst für die Gebrauchshunde abgenommen. Die Führigkeit, der Gehorsam des Hundes und auch das Verstehen zwischen Hund und Hundeführer sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche Unterordnung. Beim sportlichen Schutzdienst darf der Hund nur auf den vorgegebenen Beutearm kontrolliert zufassen. Auf Befehl des Hundeführers muss der Hund den Griff sofort lösen und sich gegenüber dem Schutzhelfer völlig neutral und aggressionslos verhalten.

Bei den Begleithunden zeigte Katrin von Faltin mit ihrem Balu die schönste Unterordnung und sicherte sich Platz eins.

Der Pokal für die beste Unterordnung ging an Vereinsausbildungswart Michael Schröer. Der für den besten Schutzdienst an Hans Neumayer.

Nach dem Mittagessen wurde der Vereinsmeister in Agility neu gekürt. Agility ist, kurz gesagt, eine dem Reitsport verwandte Disziplin, bei der die Hunde einen variablen Hindernisparcours mit bis zu 20 verschiedenen Elementen in einer vorgegebenen Mindestzeit möglichst fehlerfrei zu durchqueren haben. Ob Hürden-, Mauer- und Reifensprünge, Slalom, Schrägwand, Laufsteg und Wippe, ob Weitsprung, Tunnel und Tisch, der Fantasie der Parcoursbauer sind kaum Grenzen gesetzt. Es werden hohe Fitnessanforderungen wie Konzentration, Schnelligkeit und Wendigkeit an Mensch und Hund gestellt, den Parcours zu durchlaufen.

Jeder Starterklasse A0/A1 und A2/A3 wurde von Richterin Ilke Alles aus Traunreut ein anspruchsvoller Parcours präsentiert. Bewertungskriterien waren zum einen das korrekte Passieren der Hindernisse, wobei Fehler mit Strafpunkten bewertet wurden, und zum anderen die Zeit. Zum Abschluss mussten alle Starter noch einen Parcours im Jumping schaffen, ehe der Vereinsmeister beziehungsweise der Tagessieger feststand. Gabi Kurz und ihre Topsi holten sich wie schon im vergangenen Jahr den Tagessieg. Sonja Dommaschk konnte mit Vroni den Titel des Vereinsmeisters ebenfalls verteidigen. S.B.