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Mit dem Regenbogen demonstrieren

CSD-Parade in Köln
Der Regenbogen mit den vielen Farben soll zeigen: Es gibt viele verschiedene Arten zusammen zu leben. Foto: Henning Kaiser Foto: dpa

Verkleidet, mit bunten Fahnen und Musik ziehen Menschen im Sommer durch die Straßen. Was ein bisschen wie eine Party oder Karneval aussieht, ist auch eine Demonstration: Die Menschen wollen gleiche Rechte für alle - egal, wen und wie sie lieben.


So viele Regenbögen! Die bunten Farben konnte man am Sonntag in Köln etwa auf Fahnen oder als Schminke im Gesicht sehen. Hunderttausende Menschen zogen bei einer Demonstration durch die Stadt. Die Regenbogen-Fahnen hatten sie aber nicht einfach mit, weil es hübsch aussieht. Die Fahnen sind ein Zeichen. Ihre vielen Farben sollen zeigen: Es gibt verschiedene Arten zusammen zu sein.

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Also nicht nur Männern und Frauen - wie in den meisten Familien. Auch zwei Männer oder zwei Frauen können ein Paar sein. Man sagt dann: Die Menschen sind homosexuell. Bei Frauen spricht man auch von lesbisch, bei Männern von schwul. Familien, in denen zwei Mütter oder zwei Väter zusammen leben, nennt man oft Regenbogenfamilie. Außerdem gibt es etwa Männer, die lieber als Frauen leben und umgekehrt.

Egal wie: Alle Menschen sollen gleich behandelt werden, fordern die Teilnehmer solcher Demonstrationen. Denn homosexuelle Menschen erleben noch immer, dass sie weniger akzeptiert sind als andere Menschen. Sie werden zum Beispiel in der Schule gemobbt. Früher war Homosexualität sogar verboten. In manchen Ländern ist sie das heute noch.

Mit Umzügen wie in Köln wollen die Leute aber deutlich zeigen: Es gibt uns und wir verstecken uns nicht. Solche Demonstrationen finden im Sommer in vielen Städten in Deutschland statt, aber auch in anderen Ländern der Welt.

Oft heißen sie auch CSD-Parade. CSD ist eine Abkürzung für Christopher Street Day. Sie erinnert an einen Tag im Sommer 1969. Damals wehrten sich Männer und Frauen in der Christopher Straße in der Stadt New York dagegen, immer wieder wegen ihrer Homosexualität von der Polizei schlecht behandelt zu werden. Viele Leute sagen: Das war das erste Mal, dass sich Menschen trauten, in der Öffentlichkeit zu ihrer Homosexualität zu stehen.