Mit dem Rad auf den Mount Everest: 10.000 Euro für die Kinderkrebshilfe

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Die Roßfeld-Höhenringstraße stand im Zeichen von über 500 Radfahrern aus Nah und Fern. Sie alle radelten für die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land-Traunstein. (Foto: Christian Wechslinger)

Berchtesgaden – 500 Radfahrer haben kürzlich die Roßfeld-Höhenringstraße weitgehend über die Nordauffahrt erstürmt. Im Rahmen des so genannten »Everesting« wollten sie die Roßfeldstraße von der Oberau bis zur Passhöhe elfmal passieren und damit die Seehöhe des Mount Everest von 8 848 Metern erreichen. Die Trainingsfahrt hatte einen guten Zweck, da die Spenden der Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein zu gute kommen. Rund 10.000 Euro wurden gesammelt.


Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich bereits um 5 Uhr früh die ersten Teilnehmer ein, um ihr großes Vorhaben zu realisieren. Der Berchtesgadener Bürgermeister Franz Rasp, Franz Angerer, der ehemalige Weltcup-Kombinierer Wolfgang Bösl, Christian Lochner, Ideengeber Martin Nock, Peter Sunkler und der ehemalige Weltcup-Skispringer Michael Wagner schafften elfmal die Auffahrt.

Unter den Teilnehmern waren auch einige Prominente wie Extremkletterer Thomas Huber, Radprofi Toni Palzer, die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt und Radsport-Ikone Rainer Popp. »Die Berchtesgaden Bicycle Association« (BBA) startete mit 60 Fahrern und auch die Hausherren der SG Au waren stark vertreten. Ein Sportler sagte zu der Trainingsfahrt: »Das ist ja wie am Kramperltag im Markt. Da trifft man Leute, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht«. Den ganzen Tag über war die Mautstraße bergauf und bergab stark frequentiert. Die Autofahrer zeigten sich sehr diszipliniert, auch wenn sie durch die vielen Radler oft bremsen mussten.

Für angenehmes Aufsehen sorgte die Kaminkehrergruppe von Josef Edfelder in Uniform, die sich maßgeblich an den Spenden beteiligte. Bis Dienstag wurden bereits über 10.000 Euro gezählt, wobei sich auch noch weitere Firmen und private Spender angemeldet haben.

Kantinenwirt der Gebirgsjägerkaserne Richard Wenig verpflegte die Teilnehmer auf dem Roßfeldscheitel mit Erfrischungsgetränken, die von der Berchtesgadener Brauerei und den Bierfahrern gespendet wurden. »Es ist unglaublich, wie viele Radfahrer teilgenommen und auch großzügig für die Kinderkrebshilfe gespendet haben«, freute sich Ideengeber Martin Nock. »Der Radsport hat am letzten Samstag gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Es ist wirklich etwas Besonderes, wie der Radsport in unserem Tal gewachsen ist. Es ist der Hammer, ein Teil davon sein zu dürfen,« erklärte Christian Schulz, einer der beiden Gründer der Berchtesgadener Bicycle Association.

Christian Wechslinger