Ministerin Giffey will Aufholprogramm für Kinder schnell umsetzen

Franziska Giffey
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Foto: Kay Nietfeld/dpa

«Das ist ja kein Gesetz und nicht zustimmungspflichtig, das machen wir jetzt»: Das geplante Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche soll nach Angaben von Bundesfamilienministerin Giffey schnell umgesetzt werden.


Berlin (dpa) - Das geplante Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche soll nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schnell umgesetzt werden. «Das ist ja kein Gesetz und nicht zustimmungspflichtig, das machen wir jetzt», sagte sie am Mittwoch in Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) verwies darauf, dass mit den Bundesländern noch bestimmte Vereinbarungen getroffen werden müssten. Dabei geht es vor allem um die Ausgestaltung der geplanten Förderung von Nachhilfeunterricht für Schüler, die Lernrückstände aufzuholen haben. Das Paket mit einem Finanzierungsumfang von zwei Milliarden Euro hatte das Bundeskabinett zuvor beschlossen.

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Das Geld geht zum einen direkt an die Länder, die damit bestehende Nachhilfe- und Sozialprogramme aufstocken können. Und es fließt direkt an bundesweite Stiftungen und Bundesprogramme, die Kinder, Jugendliche und Familien mit Beratungs-, Freizeit- und günstigen Urlaubsangeboten sowie Angeboten für frühkindliche Bildung unterstützen. Im Sommer soll es für rund 2,7 Millionen Kinder aus ärmeren Familien zudem eine 100-Euro-Sonderzahlung geben, die für Ferien-, Sport- und andere Aktivitäten eingesetzt werden kann.

«Mit dem Aktionsprogramm wollen wir erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst unbeschadet durch die Pandemie kommen», sagte Karliczek. Giffey sagte, «2000 Millionen Euro für Kinder, Jugendliche und deren Familien» seien ein klares Bekenntnis der Unterstützung auf dem Weg zurück in einen geregelten Alltag und ein unbeschwerteres Aufwachsen.

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