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Merkel: Energiewende geht nicht ohne Preisveränderung

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Angela Merkel auf CDU-Regionalkonferenz in Hessen
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Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf der CDU-Regionalkonferenz in Fulda. Foto: Boris Roessler Foto: dpa

Fulda (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts des erwarteten starken Anstiegs der Ökostromumlage für einen maßvollen Ausbau der erneuerbaren Energien ausgesprochen.


Noch sei nicht klar, wie hoch die Erhöhung der Umlage ausfalle, aber sie werde kommen, sagte Merkel am Mittwochabend bei einer CDU-Regionalkonferenz in Fulda. »Wenn man die Energiewende will, geht es nicht ohne jede Preisveränderung«. Dies spreche »für einen regulierten und maßvollen Ausbau der erneuerbaren Energien«.

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Zuvor war bekanntgeworden, dass die von allen Verbrauchern über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien im kommenden Jahr auf ein Rekordniveau von 5,277 Cent je Kilowattstunde steigen soll. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen. Damit drohen Haushalten in Deutschland jährliche Mehrkosten von 50 bis 60 Euro nur durch die Ökostrom-Förderung. Offiziell wird die Zahl am kommenden Montag von den vier Übertragungsnetzbetreibern bekanntgegeben.

Die Euro-Krise spielte bei der Regionalkonferenz, an der 1800 CDU-Mitglieder aus Hessen und Thüringen teilnahmen, nur am Rande eine Rolle. Merkel nahm die Demonstranten, die während ihres Besuches am Dienstag in Athen auf die Straße gegangen waren, in Schutz. »Es ist doch toll, dass die Griechen demonstrieren können. Dafür haben wir in der DDR gekämpft«, sagte die CDU-Vorsitzende.