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Mehr Steuerfahnder in die Puffs

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München (dpa/lby) - Die Steuerfahndung soll Bayerns Prostituierte stärker kontrollieren. Der Oberste Rechnungshof (ORH) bemängelt, dass das Rotlichtgewerbe vom Fiskus nur selten überprüft wird. Der Haushaltsausschuss des Landtags plädierte deswegen am Mittwoch dafür, dass der Fiskus mehr gegen die vermuteten Steuerausfälle im Geschäft mit der Lust tun soll. «Von Kontrolle kann bislang nicht die Rede sein», sagte die oberfränkische SPD-Abgeordnete Susann Biedefeld nach der Sitzung.


Denn laut ORH gab es bei 400 «Prostitutionsgewerben» weniger als sieben Steuerprüfungen jährlich. Doch sind bei den Finanzämtern offensichtlich nicht einmal alle Bordells und sonstige Sextreffs als solche erfasst. «Wir haben nicht einmal einen richtigen Überblick», sagte Biedefeld dazu. Da die Kundschaft Barzahlung bevorzugt, gilt das Risiko von Steuerausfällen in der Sexbranche als besonders hoch. Und wenn die Steuerprüfung zuschlägt, bringt das laut ORH regelmäßig hohe Mehrsteuern.

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«Es geht um die Steuergerechtigkeit», sagte Biedefeld. Andere Firmen im Vergnügungsgewerbe müssten schließlich auch ordnungsgemäß Steuern zahlen. Das Finanzministerium hat bereits zugesagt, die Anregungen des ORH umzusetzen.