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Mehr Kindergartenplätze für Teisendorf – Elf Kinder auf der Warteliste

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An dieser Seite des Kindergartengebäudes in Teisendorf sollen die drei Container aufgestellt werden. (Foto: Konnert)

Teisendorf – In Teisendorf werden die Kindergartenplätze knapp. Laut Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2018/2019 müssen bei derzeitigem Stand der Kindergartenplätze im Kindergarten Teisendorf elf Kinder auf die Warteliste gesetzt werden.


Das will die Gemeinde aber nicht hinnehmen, sondern ist bemüht, alle Wünsche der Eltern nach einem Kindergartenplatz zu erfüllen. Deshalb hat der Marktgemeinderat beschlossen, für das kommende Kindergartenjahr beim Kindergarten Teisendorf eine zusätzliche Gruppe einzurichten.

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Der notwendige Raum dafür soll als Containerlösung geschaffen werden, ähnlich wie es beim Umbau des Kindergartens vor einigen Jahren bereits erfolgreich realisiert wurde. Damit hofft man, die Lage zu entspannen und dem Anspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht zu werden.

Wie Bürgermeister Thomas Gasser betonte, soll dies nur eine Zwischenlösung für die nächsten zwei Jahre sein, denn die Gemeinde plant angesichts der steigenden Kinderzahlen entweder den Kindergarten Oberteisendorf zu vergrößern oder in einem der ehemaligen Schulgebäude in Mehring eine neue Kindertagesstätte zu schaffen. Die Planungen laufen, mit einer sehr schnellen Umsetzung und Nutzung bereits im nächsten Kindergartenjahr kann aber realistischerweise nicht gerechnet werden. Dass man neben der durchaus zu begrüßenden kurzfristigen Lösung mit Containern auch langfristig planen müsse, darüber waren sich alle Gemeinderäte einig. Denn auch im Kindergarten Neukirchen zeichnet sich eine Warteliste mit bis zu vier Kindern ab, im Waldkindergarten mit bis zu zwei Kindern. Der Kindergarten Oberteisendorf ist ebenfalls voll belegt. Nur in Weildorf könnte es eventuell noch zwei freie Plätze geben.

Laut dem Rathauschef gibt es mehrere Gründe, warum man trotz Kenntnis der Geburtenzahlen, die Kindergartenplätze in der Gemeinde nicht punktgenau berechnen kann. Dazu gehören der nicht vorhersehbare Zuzug von jungen Familien mit Kindern in die Gemeinde aber auch die Annahme einer beruflichen Tätigkeit vor Ort, die manchmal auch zur Anmeldung der Kinder in den örtlichen Kindergarten führe. Zudem sei es den Eltern freigestellt, ab welchem Alter sie ihre Kinder in den Kindergarten schicken wollen, mit drei oder mit vier Jahren. Bei Integrativkindergärten wie in Teisendorf, wäre auch die Anzahl der Integrativkinder ein Faktor, der rechnerisch berücksichtigt werden müsse.

Bei allen Unwägbarkeiten, so zweiter Bürgermeister Norbert Schader, sei es gut, dass viele Kinder in der Gemeinde sind und man eine kinderfreundliche Gemeinde sei. Daher sei es gut, nach Lösungen zu suchen, um alle Wünsche nach Betreuungsplätzen bestmöglich erfüllen zu können. Dieser Meinung schlossen sich die Gemeinderäte in ihren zahlreichen Wortmeldungen an, betonten aber auch gleichzeitig die Notwendigkeit, zügig an einer langfristigen Lösung zu arbeiten.

Als Zwischenlösung sollen drei Container an der Nordseite des Kindergartengebäudes aufgestellt und über einen Korridor mit diesem verbunden werden. So würden sie sich in das jetzige Gebäude gut integrieren und dort bereits vorhandene Einrichtungen, wie sanitäre Anlagen und Turnhalle könnten problemlos mitgenutzt werden. Wie Bürgermeister Gasser berichtete, habe diese Lösung auch die meiste Zustimmung bei einem Vororttermin mit der Kindergartenleitung, dem Träger (Kirchenstiftung St. Andreas), dem Jugendamt, dem Kreisbauamt und der Marktgemeinde gefunden. Die ursprünglich noch angedachte Möglichkeit, die Container auf dem Spielplatz an der Zwiesel-/Hochstaufenstraße aufzustellen, wurde verworfen, weil dort erst die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom hergestellt werden müssten und die direkte Verbindung zum Hauptgebäude fehlen würde.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Containerlösung schnellstens umzusetzen, sodass zum kommenden Kindergartenjahr in Teisendorf für jedes Kind ein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. kon