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Marktschellenberg gehört wieder der Musikschule an

Berchtesgaden - Die Marktgemeinde Marktschellenberg gehört wieder der Musikschule Berchtesgadener Land an. Der Musikschulverein nahm den Aufnahmeantrag auf der Jahreshauptversammlung einstimmig an. Nicht nur 1. Vorsitzender Hans Stanggassinger war über den Wiedereintritt der Marktgemeinde nach Jahren der Abwesenheit erfreut. »Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass alle fünf Gemeinden dem Musikschulverein angehören«, sagte Stanggassinger.

Abschied mit Blumen: Musikschulleiter Igor Oder (l.) und 1. Vorsitzender Hans Stanggassinger (r.) bedankten sich bei der scheidenden Elternbeiratsvorsitzenden Andrea Sühnel für ihr jahrelanges Engagement. Foto: privat

Im Jahresbericht des Schulleiters Igor Oder fanden sich viele Aktivitäten. Bereits zum zweiten Mal gab es im Mai letzten Jahres ein Benefizkonzert. In der Gemeinde Ramsau wurden zahlreiche Veranstaltungen abgehalten, bei denen Schüler der Musikschule teilnahmen, allen voran das Malersymposium am Klausbachhaus. »Informieren und Ausprobieren« heißt es beim jährlichen »Tag der offenen Tür«, hierbei können schon die Kleinsten die unterschiedlichen Instrumente testen.

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Die Musikschule ist sehr aktiv, insgesamt kann man auf eine Anzahl von 61 Veranstaltungen im Jahr 2012 zurückblicken. Zwei Schüler erzielten im Rahmen des Musikwettbewerbs um den Fritz-Ruf-Förderpreis 2012 Auszeichnungen. Anna Brandner holte sich den 1. Preis an der Harfe und Philipp Kortenacker gewann einen Förderpreis am Klavier.

Zum Volksmusikseminar am 4. Mai, dem ersten wichtigen Ereignis in diesem Jahr, sind rund 60 Teilnehmer angemeldet. Namhafte Referenten aus Oberbayern und Österreich unterrichten in der Schneewinklschule. Anschließend findet ein Volksmusikabend mit Beteiligung der Seminarteilnehmer im Gasthaus »Unterstein« statt.

Nach wie vor wünscht sich der Schulleiter ein eigenes Gebäude für die Musikschule. Die Unterrichtssituation sei ab und zu chaotisch und ein gemeinsames Vorspiel nahezu unmöglich. Zentrum der Musikschule ist Berchtesgaden, hier unterrichten die meisten Lehrer. Im Allgemeinen funktioniert der »Apparat Musikschule« nach den Worten des Schulleiters aber ausgezeichnet. Igor Oder bedankte sich bei allen Mitarbeitern und Förderern. Strahlende Kinderaugen seien der beste Beweis für die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte an der Musikschule.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Kassenbericht von Michael Hofreiter. Erfreulicherweise konnten im vergangenen Schuljahr mehr Kinder bei nahezu gleichbleibenden Lehrergehältern unterrichtet werden. Kassenprüfer Erich Güll bezeichnete die Kassenführung als »super«, alle Ausgaben seien vereinsgebunden und es sei sehr gut gewirtschaftet worden. Güll beantragte die uneingeschränkte Entlastung der Vorstandschaft, was auch so kam.

Hans Stanggassinger und Igor Oder bedankten sich im Anschluss an die Mitgliederversammlung mit einem großen Blumenstrauß bei der scheidenden Elternbeiratsvorsitzenden Andrea Höllering-Sühnel für ihre ausgezeichnete Arbeit. Sieben Jahre lang war sie stets mit überaus großem Engagement für den Elternbeirat tätig gewesen. I.O.