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Marianne Lüdicke und Johannes Ignaz Kohler

Noch bis zum 13. Januar sind in Prien im Heimatmuseum und in der Galerie im Alten Rathaus die Gedächtnisausstellungen der Chiemgauer Bildhauerin Marianne Lüdicke (1919-2012) und des Münchner Malers Johannes Ignaz Kohler (1908-1994) zu sehen.

Unsere Bilderleiste zeigt Marianne Lüdickes um 1980 entstandene Bronzeskulptur »Wippende« und Johannes Ignaz Kohlers Mischtechnik um 1960 »Römische Katzen«.

Marianne Lüdicke zählt zu den großen Bildhauerinnen der Münchner Kunstszene. Seit 1945 lebte sie in Weisham bei Bernau. Ihre einfühlsamen Bronzen sind vielen Chiemgauer Kunstfreunden bekannt. Als Mitglied der »Neuen Münchner Künstlergenossenschaft« und der »Gesellschaft für christliche Kunst« erhielt sie bereits 1980 den Seerosenpreis der Landeshauptstadt München, sowie 1998 den Kulturpreis des Landkreises Rosenheim. Der Markt Prien, als Verwalter der Marianne Lüdicke-Stiftung«, zeigt nun im Heimatmuseum rund 50 Arbeiten aus dem Nachlass der am 18. August 2012 verstorbenen Künstlerin.

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Der 1908 in Zwickau geborene Maler und Graphiker Johannes Ignaz Kohler zählte als Vorstandsmitglied der »Neuen Münchner Künstlergenossenschaft« zu den maßgeblichen Künstlern der Münchner Nachkriegsszene. In den Jahren von 1945 bis 1955 lebte er in Prien am Chiemsee und entwickelte hier seinen eigenständigen künstlerischen Stil, der sein späteres Werk unverkennbar machte. Kohlers Arbeiten sind herausragende Beispiele der Kunst der 1950/60er Jahre aus einer Kunstgeneration, die von der Kunstgeschichte heute weitgehend ignoriert wird. Den Arbeiten des Trägers des Seerosenpreises 1976 ist nunmehr eine Ausstellung in der Galerie im Alten Rathaus gewidmet, die erst in jüngster Zeit durch eine großzügige Stiftung an den Markt Prien kamen.

Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr.