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Malen als ideale Ausdrucksform

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Zwei Künstlerinnen aus Unterwössen zeigen ihre Bilder ab dem morgigen Mittwoch in der Alten Wache in Traunstein. Beide haben sie große Freude am Malen und darin die ideale Ausdrucksform für sich gefunden, aber dies ist beinahe schon die einzige Gemeinsamkeit der beiden. Sie haben sich in gemeinsamen Aquarellkursen kennengelernt, sich aber in ganz verschiedene Richtungen weiterentwickelt, sodass ihre Bilder völlig unterschiedlich sind.


Monika Stein, Mutter von vier erwachsenen Kindern, hat in den letzten fünf Jahren intensive Malstudien in Aquarell und Acryl betrieben und regelmäßig die Kunstakademie in Bad Reichenhall oder die Sommerakademie in Aschau besucht, wo sie zum Beispiel Kurse bei Peter Tomschiczek oder Alfred Darda belegte. Sie experimentiert gerne, probiert verschiedene Techniken aus und beschäftigte sich eingehend mit gegenständlicher Malerei, auch Aktmalerei. Derzeit fühlt sie sich ganz auf das Gebiet der abstrakten, nicht gegenständlichen Malerei hingezogen. Dabei verwendet Monika Stein vor allem Acryl, oft kräftige Erdfarben, manchmal mit Sand vermengt, aus denen fantasievolle und ausdrucksstarke Formen entstehen.

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Wie sie erzählt, hat sie vor der leeren Leinwand erst einmal keine genaue Vorstellung davon, wie das Bild aussehen soll. In einer Art intuitiver, meditativer Malweise versenkt sie sich in den Arbeitsprozess und taucht ganz in die Farbenwelt ein. »Das Bild sagt mir, wie es weitergeht«, sagt sie. Es sei immer wieder spannend und beglückend zu sehen, wie sich im Malprozess ein Bild entwickelt, wie Farbverläufe und Formen dem Bild Ausdruck verleihen. In ihrem Atelier in Oberwössen bietet Monika Stein überdies jeden Montag ein »offenes Malen« für Interessierte an, zum gemeinsamen Austausch über das Malen und um voneinander zu lernen.

Die zweite im Bunde ist Dorothea Krickelberg, im Rheinland geboren. Sie lebt seit 1990 in Unterwössen. Schon immer hat sie gerne gemalt, aber seit ihrer Pensionierung vor sieben Jahren belegte sie viele Kurse, zum Beispiel in der Malschule von Brigitte Rieder, und eignete sich Maltechniken von Grund auf an. Dabei hat sie das Aquarell als ideale Ausdrucksform für sich gefunden. Im Gegensatz zu ihrer Malfreundin zeigt sie in der Alten Wache ausschließlich gegenständliche Motive wie farbenfrohe Blumen und Bäume oder Landschaften, besonders vom Chiemgau und der Bretagne.

»Ich male, was mir gefällt«, sagt Dorothea Krickelberg. Sie lässt sich von der Natur, vom eigenen Garten oder von Fotos in Zeitschriften oder Büchern inspirieren. In leichten, fröhlichen Aquarellfarben gibt sie den schönen Seiten des Lebens überzeugend Ausdruck. »Ich möchte meine eigenen Empfindungen in die Bilder einfließen lassen, was mich immer wieder vor neue Anforderungen stellt«, sagt die Malerin.

Neben Einzelausstellungen von Monika Stein in Kössen und im Medical Park in Bernau haben sich beide Künstlerinnen bereits an Gemeinschaftsausstellungen in Unterwössen und Traunstein beteiligt.

Die Präsentation in der Alten Wache im Traunsteiner Rathaus ist bis Sonntag, 8. September, täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. gi