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Malaysias Premier fordert Zugang zur MH17-Absturzstelle

Feierlicher Empfang
Die Leichen von zwei weiteren Opfern des MH17-Absturzes werden in Sepang von Soldaten in Empfang genommen. Foto: Ahmad Yusni Foto: dpa

Kuala Lumpur (dpa) - Malaysias Premierminister Najib Razak fordert angesichts der offenen Fragen im neuen Expertenbericht zum Absturz der Passagiermaschine MH17 einen uneingeschränkten Zugang zur Absturzstelle in der Ostukraine.


Es sei ausgesprochen wichtig, «alle sterblichen Überreste zu bergen, die Untersuchung abzuschließen und die Wahrheit zu ermitteln», erklärte Razak am Dienstag auf seiner Homepage.

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In einem Zwischenbericht des niederländischen Sicherheitsrates heißt es, das über der Ostukraine abgestürzte malaysische Passagierflugzeug sei vor dem Auseinanderbrechen in der Luft von zahlreichen Objekten getroffen worden. Von Raketenbeschuss ist darin zwar nicht ausdrücklich nicht die Rede. Razak betonte, dass die Maschine laut Bericht flugtauglich war, keine Mängel aufwies und einer offiziellen, freigegebenen Route folgte.

Ein malaysisches Untersuchungsteam sei am Montag in die Ukraine geschickt worden, erklärte Razak weiter. Aufgrund der Kämpfe in der Region waren erste Untersuchungen in dem Trümmerfeld abgebrochen worden. Nun gilt eine - allerdings brüchige - Waffenruhe.

Die Leichen von zwei weiteren Opfern wurden unterdessen nach Malaysia übergeführt. Damit sind nach offiziellen Angaben nun die sterblichen Überreste von 34 der 43 Malaysier an Bord in ihrer Heimat. Beim Absturz von Flug MH17 am 17. Juli kamen 298 Menschen ums Leben.

Mitteilung Razaks auf seiner Homepage

Twitter-Account von Razak